
Auf unterhaltsame Weise schildert Erfolgsautor Ruprecht Frieling, wie Schriftsteller weltberühmt durch Selfpublishing wurden
Was haben Poppy J. Anderson, Mira Valentin, Johann Wolfgang von Goethe, Edgar Allan Poe, Marcel Proust, Heinrich Mann, Ernest Hemingway, Hermann Hesse und Edgar Wallace gemeinsam? – Sie alle brachten Bücher als sogenannte Selbstverleger auf den Markt und legten damit den Grundstein für ihre spätere Karriere. Sie wurden weltberühmt durch Selfpublishing! HIER geht es weiter →
Offen gestanden: Nie hätte ich gedacht, siebzig Jahre alt werden zu können. Die Ärzte hatten mir bereits mit 50 ein baldiges Ende prophezeit. Nun, auch Weißkittel können irren. Hurra! Ich lebe immer noch.
Facebook schreibt zum Geburtstag, ich sei »eine lebende Legende«. Eine derartige »Legende« war bislang für mich einer wie Keith Richards von den »Rolling Stones« oder mein Freund, der Liedermacher Hannes Wader. – Aber ich?
Ich sehe es positiv: Was kann einem Geschichtenerzähler Schöneres passieren, als Teil der eigenen Geschichte zu werden? Als schillernder Stern am Bücherhimmel, als Paradiesvogel der Büchernarren, als Pionier für Fortschritt und Moderne und als führender Experte für blanken Wahnsinn.
Meinen 70. Geburtstag feierte ich gemeinsam mit Freunden in einem Bücherhotel in Mecklenburg-Vorpommern. Die Chefin der Herberge mit Alleinstellungsmerkmal, führte über das weitläufige Gelände und erzählte, wie alles wuchs und wurde. Ihr Team kümmerte sich liebevoll um uns, ich stehe kurz davor, fest dorthin ins »betreute Wohnen« zu übersiedeln.
Der Intendant von Literaturradio Hörbahn, Dr. Uwe Kullnick, schuf aus diesem Anlass eine hörenswerte Reportage über das außergewöhnliche Landhotel.
Dr. Lutz Kreutzer, Chef vom Self-Publishing-Day, las ein Kapitel aus seinem köstlichen Roman »Taubenblut«.
Sprechtrainerin »Abenteuerstimme« Brigitte Mayer fertigte aus meinem Kinderbuch »Der Roboter Archimedes und der Kanonenkönig« ein spannendes Hörspiel, das in Kürze erscheint. Die Erlöse sollen Kindern in der Ukraine zugutekommen.
Schließlich spendeten die Gäste € 750,00 für das Hilfswerk Silbernetz.
Ich bin kein Sympathisant des Altwerdens, spüre den allmählichen Verfall an allen Ecken und Enden und werde vor allem langsamer. Wie schön, wenn man da noch Träume hat, die in Projekte fließen. Jedenfalls habe ich noch einiges vor. Ich freue mich auf neue Herausforderungen und all die wundervollen Menschen, mit denen ich sie teilen darf.
Bei der US-Schriftstellerin Tawni O´Dell lese ich: »Geschichten und die Frage, wie sie den einzelnen Leser, die einzelne Leserin berühren und beeinflussen, bestimmen letztendlich, ob ein Schriftsteller ernst zu nehmen ist oder nicht.« Unter diesem Aspekt freue ich mich besonders, weil meine Lebensabschnittsgeschichte »Der Bücherprinz« zehntausende Leser berührt hat und weiterhin mit Gewinn gelesen wird.
Ich habe viel bewegt, und wenn es mir gelungen ist, kleine Kunstwerke zu schaffen, die Menschen berühren, zum Nachdenken oder gar Umdenken zu bewegen, dann ist viel erreicht. Jedes gute Buch ist ein Sieg über die allgemeine Dummheit. Er beweist, dass Kreativität mehr wert ist als alle hohlen Plattitüden zusammen.
In grauen Stunden fürchte ich, gescheitert zu sein, und alles sei umsonst gewesen. Der Zweifel ist dem Künstler eigen. Aber dann schaue ich zurück und betrachte das (leider viel zu schmale) Werk, das ich hinterlasse. Und schon bekomme ich wieder Luft und Lust, weitere Dinge zu tun – viel Verrücktere eigentlich als bisher, denn was hat man noch zu verlieren?
Deshalb folge ich weiterhin meinem Stern!
In 50 Berufsjahren im Verlagswesen studierte Ruprecht Frieling alle Geheimnisse, Tricks und Ticks der Autoren, Buchhändler, Journalisten und Verleger. Per Ratgeber teilt er sein Wissen mit jedem, der schreibt. HIER geht es weiter →

Kreativ-Künstler Moritz R. und Anja G. verstehen auch den Jahreswechsel 2020/21 als künstlerischen Event und feiern mit Masken gerüstet die Eröffnung ihrer neuen Online-Galerie chakchak.deSchrittweise möchte die Weltbevölkerung wieder zurückkehren in das Alltagsleben vor dem Angriff des unsichtbaren Corona-Virus. Allerdings gibt es weder Schutzimpfungen noch Schutzkleidung. Es fehlen Handschuhe und vor allem geeigneter Mundschutz. Nicht einmal für diejenigen, die unmittelbar mit den Erkrankten und Sterbenden zu tun haben, gibt es Schutzkleidung. HIER geht es weiter →

Autoren werden Freunde: Nora Gold und Claudia Lekondra strahlten die Besucher der BuchBerlin 2019 von ihrem gemeinsamen Stand an und verkauften ihre Romane in zufriedenstellender Zahl
»Ruprecht Frieling ist kritisch und begeistert, ernsthaft und humorvoll, geistreich und unterhaltsam zugleich. Er liebt gute Bücher und zeigt große Hochachtung vor den Menschen, die sie schreiben. Kaum jemand hat die junge Self-Publishing-Szene so aufgemischt wie er.«
Dr. Lutz Kreutzer, SELF-PUBLISHING-DAY
»Für mich ist der Mann DIE Entdeckung der letzten drei Jahre meiner Auseinandersetzung mit Selfpublishing, Eigensinn und Buchmarkt …«
Maria Almana, EDITION TEXTHANDWERK
»Du hast mich gefesselt. Mit Deiner Art, Sympathie gepaart mit Intelligenz pur. Das macht mich zum Neugierigen im Herzen. Aber ich gerate nicht in Versuchung, das auf die Gesamtheit der Autorenszene zu übertragen, denn ich befürchte, das sieht dort ganz anders aus. Nicht so schillernd. Nicht so faszinierend. Eher gewöhnlich.«
Robert Basic †, BUZZRIDERS
»Wäre Prinz Rupi eine Radiosendung, dann müssten unendlich viele Leute zuhören, auf die riesige Expertise hören, von ihr lernen, sich an ihr orientieren, von breitesten Kenntnissen profitieren, ihrer Menschlichkeit und Empathie erliegen, um dann die gehörten Ideen zu nutzen, weiterzutragen und als Abo jeden Tag erneut anzuhören.«
Dr. Uwe Kullnick, LITERATUR RADIO HÖRBAHN
»Der Paradiesvogel im Literaturbetrieb«
Martin Janzik, WESTFÄLISCHE NACHRICHTEN
»Ruprecht Frieling bringt die Dinge auf den Punkt. Ohne Schnörkel, verständlich, hilfreich – und trotzdem amüsant zu lesen. Man merkt sofort: Da hat einer aus Erfahrung geschöpft, und hilft auch noch unbürokratisch, wenn man sich mit einer Frage direkt an ihn wendet. A la bonheur!«
Günter D. Alt, ZDF-WISO
»Frielings offene Bekenntnisse werfen ein Schlaglicht auf den Strukturwandel, der im Verhältnis von Autor und Verleger stattfindet.«
Wolfgang Erhardt Heinold, BUCHMARKT
»Ich habe selten jemanden so ehrlich über die Branche reden hören.«
Nomadenseele LITERATURBLOG
»Kein anderer Verleger hat so viele Autoren glücklich gemacht!«
Henryk M. Broder, DER SPIEGEL
»Vielleicht ist genau das das Geheimnis von Frielings Erfolg und dem seiner Bücher: Er spricht Klartext, ohne nichtssagendes bla, bla, bla.«
Anita Tusch, CLIQUE BERLIN
»Frieling schreibt Texte mit Wohlfühlvermutung. Ausdrucksstark (‘das poppt’) wie ein Stahlbesen, geharnischt wie ein Riegel Mars bzw. zuträglich wie die Jahresdurchschnittsrendite echter Geldhäuser, das Elaborat des Erlesenen.«
Thomas Gotthal, BLACKBIRDS.TV
»Politisch nie korrekt überspitzt er die Lage sarkastisch mit überbordender Lust am Chaos.«
Gerd Volkmar Luhofer, AUS-GELESEN
»Die einfachsten alltäglichen Geschichten werden mit einem Humor beschrieben, dass man kaum noch Atem holen kann.«
BUECHER.DE
»Die Absurdität des Alltags, die skurrile Dialektik des menschlichen Tuns und Lassens, die normative Schwäche des Faktischen; niemand kleidet mehr oder weniger existenzielle Episoden aus dem Leben geistreicher und witziger in Worte als Ruprecht Frieling.«
Ulrich Kretzler, LITERATURZEITSCHRIFT.DE
»Lauter Volltreffer über Volltreffer!
Jochen König, REH-ZENSIONEN
• Ruprecht Frieling im Antiquariat des Herrn Plana
• Ruprecht Frieling über Selbstverwirklichung
• Ruprecht Frieling über Schmutz und Schund im Buchmarkt
• Ruprecht Frieling über Selbstverwirklichung
• Ruprecht Frieling über die Zukunft des Buchmarkts
• Ruprecht Frieling über Kompetenz beim Schreiben
• Ruprecht Frieling über erfolgreiche Buch-Promotion
• Ruprecht Frieling über die Rolle von Amazon
• Ruprecht Frieling über Mainstream und Zeitgeschichte
• Ruprecht Frieling bloggt zum Thema Self-Publishing

Viola und Axel Hollmann (Mitte) trafen sich mit Ruprecht Frieling zum Interview am Neuen See in Berlin-Tiergarten.
Berlin-Tiergarten. Café am Neuen See. Axel Hollmann, 50, ähnelt in Größe und Statur einem gemütlichen Bären. Der bekennende »SchreibDilettant« auf YouTube und Autor spannender Kriminalromane kommt in Begleitung zum Interview. Viola, seine Frau und Muse, flankiert ihn seit 25 Jahren.
»Er kam irgendwann an und sagte: Schatz, ich möchte Schriftsteller werden«, verrät sie mir strahlend. –
»Ja, geht das denn so einfach?«, frage ich unschuldig und schalte schnell mein Tonband ein.

Axel Hollmann, bekennender SchreibDilettant auf YouTube und Autor spannender Kriminalromane. Alle Fotos: © Ruprecht Frieling
Stephen King ist schuld, dass der 1968 im Sternzeichen Waage geborene Axel Hollmann sein Studium der Betriebswirtschaftslehre nicht abgeschlossen hat. Statt Vorlesungen zu besuchen, schmökert der junge Student im Lichthof der Technischen Universität im umfangreichen Werk des Kings of Horror.
»Ich hatte keinen Spaß am Studium und war auch nicht organisiert genug«, sagt Hollmann heute über jene Zeit. Das Lesen ermöglicht ihm kleine Fluchten, regt seine Phantasie an und hilft ihm, eigene imaginäre Welten zu erbauen.
Mit 13 Lenzen trifft sich Axel mit anderen Jugendlichen in einem akademischen Fechtclub. »Fechten klang cool«, meint er, als ich ihn zweifelnd ansehe. Dort lernt er einen Schüler von der deutsch-amerikanischen John-F.-Kennedy-Schule kennen. Der wiederum erschließt ihm Spiele, die in den Vereinigten Staaten gespielt werden. »Dungeons & Dragons« (Verliese und Drachen) von Gary Gygax wird von nun an auch in Berlin gespielt.
Jede freie Minute investiert Axel Hollmann in das Rollenspiel. Dabei lernt er den vier Jahre jüngeren Marcus Johanus kennen, der heute als Lehrer für Deutsch, Geschichte und Psychologie arbeitet sowie ebenfalls erfolgreich Krimis verfasst. Bald werden die beiden beste Freunde. Bis heute wirken sie eng zusammen.
In einem Zeitungsbericht entdeckt Axel eine Händleradresse und bezieht die Artikel und die für die Spielstruktur wichtigen Regelwerke aus den USA. Er ist gerade 13 Jahre jung, und das Internet als Massenphänomen existiert 1981 noch nicht.
Das Interesse an Pen-&-Paper-Rollenspielen wächst. Bei diesen Spielen nehmen die Mitwirkenden fiktive Rollen ein und erleben gemeinsam durch Erzählen ein Abenteuer. Als Hauptspielmittel werden fast immer die namensgebenden Stifte und Papier eingesetzt, um die dargestellten Rollen auf Charakterbögen zu beschreiben und Notizen zum Spielverlauf zu machen. Es handelt sich um eine kreative Mischung aus herkömmlichem Gesellschaftsspiel, freier Erzählung und spontanem Improvisationstheater.
In der Berliner Bundesallee eröffnet ein Laden für Fantasy-Rollenspiele. »Serious Games« (ernstzunehmende Spiele) heißt der Laden. Schon entsteht eine Filiale in der Bismarckstraße. Es gibt dort auch eine Bücherecke mit Romanen, Thrillern, Horror und SF-Büchern. Axel und Marcus stoßen dazu und werden Mit-Geschäftsführer.
Über das Rollenspiel lernen sich 1992 Viola und Axel kennen. Damals sind Frauen in Rollenspielkreisen dünn gesät. Sie ist fasziniert von seinem Talent, er verliebt sich in ihre Stärke. Seitdem sind die beiden ein Paar und Eltern von zwei Kindern.
Aber was hat all das mit dem Schreiben zu tun, Axel Hollmann?
»Über das Rollenspiel bin ich zum Schreiben gekommen. Bei jedem Rollenspiel braucht man einen Spielleiter, der sich die Geschichten ausdenkt und den Plot ausdenkt. Das war dann ich, der die Figuren entwickelte. Für meine drei, vier Freunde hatte ich begonnen, ein Fan-Magazin herauszubringen.«
Die ersten »richtigen« Artikel, die er schreibt, erscheinen in Rollenspiel-Magazinen. Dann passiert viele Jahre gar nichts mehr. Hollmann beginnt, einen Roman zu schreiben. Viele Zettel mit Ideen hängen an seiner Zimmertür. Dabei bleibt es vorerst.
Erst als es nach zehn Jahren mit der kleinen Ladenkette zu Ende geht, kommt der Prozess voran. Das Publikum für Importprodukte bestellt inzwischen direkt über das Netz und kommt auf diese Weise wesentlich preiswerter davon. Axel gewinnt Zeit für seine wirkliche Leidenschaft.
»Am ersten Tag, an dem ich nicht mehr in den Laden gegangen bin, habe ich mit dem Romanschreiben begonnen, um in kein Loch zu fallen. Jeden Tag habe ich zwei Stunden geschrieben.« Gleichzeitig ackert er als Bürohengst im Betrieb des Vaters. Den übernimmt er dann.
Wie bist du vorgegangen, um Schriftsteller zu werden?
»Gute Frage! Ich habe mir Bücher über das Schreiben besorgt, angefangen mit James N. Frey „Wie man einen verdammt guten Roman schreibt“. Der war ein Augenöffner, weil er eine andere Herangehensweise zum Schreiben vermittelte, anders als die deutsche Herangehensweise. Künftig habe ich eine Stunde gelesen, eine Stunde geschrieben.«
Was hat dir die Lektüre von Freys Bestseller gegeben?
»Frey hat mir beigebracht, dass Schreiben Handwerk ist. Der deutschen Mentalität ist das weitgehend fremd. In Deutschland spukt immer noch die Genietheorie von der göttlichen Inspiration in den Köpfen umher.«
Und warum gleich einen Roman statt einer Kurzgeschichte? Wolltest du vielleicht berühmt werden?
»Ich habe es gemacht, weil es eines meiner drei Ziele war: Ich wollte Marathon laufen, eine Familie gründen und ein Buch schreiben. Marathonlauf und Familie hatte ich inzwischen.«
Vielleicht wolltest du reich werden?
»Mir war völlig klar, dass man mit Schreiben nicht richtig reich werden kann. Als Rockmusiker verdient mal leicht das Zwanzigfache«, Axel lacht, »und bekommt zwanzigmal so viele Mädels ab.«
An seinen ersten Roman, einen Mittelalter-Horror-Fantasy-Text mit Rittern, kann sich Axel Hollmann kaum erinnern. Täglich hockt er in jener Zeit im »Café K«, dem Café im Kolbe-Museum. Dort kann er schreiben, daheim klappt es nicht. Axel sitzt an einem runden Marmortischchen, schlürft Kaffee und beschreibt die Seiten eines klassischen Moleskine-Notizbuch mit Füller.
Eines Tages lässt der Dauergast mangels Kleingelds seine Zeche anschreiben. Am Tag darauf bekommt er den Kassenbon, und da steht drauf »vom Autor«. Die Bedienung hat bereits mitbekommen, dass er schreibt.
»In dem Augenblick wußte ich: Jetzt bin ich Schriftsteller!«
Erleuchtung und Durchbruch beschert ein amerikanischer Podcast namens »Writing excuses«. Freund Marcus kennt diesen Internet-Podcast über das Romaneschreiben. Ziemlich bekannte Fantasy- und SF-Autoren sprechen darin über ihre Erfahrungen mit dem Handwerk des Schreibens.
Daraus entsteht die Idee der »SchreibDilettanten«. 2012 beginnt Axel Hollmann gemeinsam mit Marcus Johanus einen wöchentlichen Podcast nach amerikanischem Vorbild auf iTunes. Er beobachtet jedoch bei seinen Kids, dass sie viel auf YouTube abhängen. Und mit iTunes gibt es ständig Probleme. Darum schwenken die beiden Macher nach 150 Folgen, also nach etwa drei Jahren, um. Seitdem agieren sie ausschließlich auf YouTube.
Aufgezeichnet wird die Show meist montags um 07:45 Uhr. Axel schneidet den rund zwanzigminütigen Beitrag und lädt ihn hoch, nachdem Marcus ihm den letzten Schliff gegeben hat. Inzwischen sind 400 Sendungen online. Eine treue Community aus 2.300 Abonnenten wartet jede Woche auf Nachschub. Die Zuschauerzahlen steigen, mehr als eine Viertel Million Aufrufe verzeichnen die SchreibDilettanten insgesamt.
Werbung wollen sie nicht einblenden. Schon der Aufwand, alles buchhalterisch aufzubereiten, ist ihnen lästig. Auch ein Ende der Sendereihe ist nicht absehbar. »Wir machen das so lange, bis einer von uns umkippt«, versichert Axel.
Axel Hollmanns nennt seinen ersten abgeschlossenen Roman »Auf brüchigem Asphalt«, es ist ein Julia-Wagner-Krimi. Er besucht Schreibseminare, legt Wert auf Information und Weiterbildung.
Hoffnungsvoll verschickt er Leseproben an alle Agenturen. Resonanz? – Null! Einer fordert das vollständige Manuskript an, aber das war es.
Hollmann verfasst ein zweites Buch. Doch innerlich ist er bereits voll frustriert und begräbt seinen Berufswunsch schon wieder.
Da erzählt Freund Marcus, dass der Ullstein-Verlag ein neues Imprint namens Midnight für E-Books entwickelt. Wir schreiben das Jahr 2014.
»Da dachte ich mir: Schick es einfach hin! – Anderthalb Monate später kam mein E-Book unter dem Titel „Asphalt. Ein Fall für Julia Wagner“ auf den Markt!«
Axel Hollmann zählt zu den ersten vier Autoren, mit denen Midnight eröffnet. Vom Kindle hat er keine Ahnung und über Self-Publishing denkt er, das mache sowieso keiner.
»Die Zusammenarbeit mit dem Team von Ullstein war toll, sehr sympathische Leute. Ein flottes Lektorat, und schon kam das Cover. Ich fand es erst doof, Freunde fanden es aber gut und später sah ich ein, dass das Cover gut war.«
Der Verkauf läuft gut. Im ersten Halbjahr ist er einer der bestverkaufte Autor bei dem Label. Mit »Schlaglicht« folgt der zweite Band. Den hat Axel schon in der Schublade und schnell ein wenig umgebaut zu einer weiteren Julia-Wagner-Geschichte.
Plötzlich bekommt er doch noch Kontakt zu einer Literaturagentur. Schmidt und Abrahams bringen »Rissiges Eis« bei Amazons E-Pub-Verlag unter. Das Buch ist Hollmanns dritter Streich, mit Vorschuss und allem Tamtam.
Axel kann seine Protagonistin Julia vorerst nicht mehr sehen. Er will auch keine Heldinnen mehr haben, sondern einen Helden. Das Projekt findet der Amazon-Verlag unpassend.
Die Stunde des Self-Publishings schlägt: Hollmann gibt seinen Roman »Schwarzer Rost« selbst heraus, Buch No. 4 ist auf dem Markt.
»Ich kannte inzwischen viele Leute aus der Self-Publishing-Szene und war echt neugierig. Außerdem brauchte ich ein eigenes Buch, um mich am Self-Publishing-Preis zu beteiligen. Dort kam ich bis auf die Shortlist.«
Da er die Rechte von Midnight zurückbekommt, schreibt er noch eine Art Prequel zu Julia Wagner und gibt als fünften Streich »Benzin« heraus. Schnell ist er in die SP-Autoren-Szene integriert. Wissen weitergeben und mit dem Publikum interagieren, macht ihm Spaß. Auf diese Weise findet er die Verbindung zum Rollenspiel.
Der WILEY VCH-Verlag spricht ihn an. Im Internet ist dieser auf die YouTube-Show »SchreibDilettanten« gestoßen. Der dort gepflegte lockere Stil passt dem Unternehmen.
Gemeinsam mit Marcus Johanus verfasst Axel Hollmann daraufhin das Sachbuch »Romane schreiben und veröffentlichen für Dummies«.
Abgesehen von einem ihm unerreichbar scheinenden Spitzenplatz auf der Spiegel-Bestseller-Liste: Ist Axel Hollmann damit am Ziel seiner Träume vom Schriftstellern?
»Auf jeden Fall. Ich habe alles abgehakt, was ich mir vorgenommen hatte. Wenn mich jetzt der Blitz treffen würde …«
Doch Blitzgott Loge ist geduldig und wartet noch ab, bis er zuschlägt … Deshalb sitzt Axel jetzt gemeinsam mit Marcus Johanus an einem Projekt, das sie gemeinsam produzieren.
Was das wohl wird? – Ich schiebe das Mikrophon unmerklich näher …
Axel Hollmann schweigt geheimnisvoll. Sein Blick schweift über den Neuen See in eine ferne Zukunft.
Axel hat immer tolle Geschichten erfunden«, sagt seine Frau Viola überzeugt. Doch Genaueres weiß selbst sie nicht …
Ruprecht Frieling
Auf Basis meiner fünfzigjährigen Berufserfahrung im Verlagswesen biete ich eine maßgeschneiderte Beratung von Unternehmen und Einzelpersonen auf jedem Level an. Dieses Coaching kann telefonisch, online per Zoom oder vor Ort erfolgen.
Persönlich, per Telefon oder im Video-Chat
€ 140,00 / 60 min.
Coaching vor Ort (8 Stunden mit Pause)
€ 1.200,00 pro Tag zuzüglich Spesen.
für Lesungen, Interviews, Bühnen- und Fernsehauftritte
€ 160,00 / 60 min
Textprobe maximal zehn Seiten
mit Kurzbeurteilung von maximal einer Normseite
€ 115,00
Durchsicht mit kritischer Beurteilung (maximal eine Seite)
Preis nach Manuskriptumfang ab € 190,00
Preis nach Manuskriptumfang ab € 340,00
Sämtliche Preise inklusive 19 % gesetzliche Mehrwertsteuer
Zahlungsbedingungen: Nach Eingang einer steuerlich absetzbaren Vorausrechnung
Kontakt:prinzrupi@gmail.com
»Prinz Rupi ist der kreativste Mensch, den ich persönlich kenne.«
Uwe Kullnick, Gründer, Intendant und Chefredakteur des Senders Literatur Radio Hörbahn, außerdem Redakteur und Moderator »Hörbahn on Stage«
»Von allen fleißigen, talentierten und auch durchaus spannenden Menschen, die ich in der Self-Publisher-Szene zumindest ansatzweise kennenlernen durfte, bist du derjenige, der wirklich einen nachdrücklich tiefen Eindruck hinterlassen hat.«
Gaby Dallas, Autorin von NIE WEIT GENUG
»Ruprecht Frieling ist kritisch und begeistert, ernsthaft und humorvoll, geistreich und unterhaltsam zugleich. Er liebt gute Bücher und zeigt große Hochachtung vor den Menschen, die sie schreiben. Kaum jemand hat die junge Self-Publishing-Szene so aufgemischt wie er.«
Dr. Lutz Kreutzer, SELF-PUBLISHING-DAY
»Für mich ist der Mann DIE Entdeckung der letzten drei Jahre meiner Auseinandersetzung mit Selfpublishing, Eigensinn und Buchmarkt …«
Maria Almana, EDITION TEXTHANDWERK
»Am 7 Juli 2012 habe ich einen TV-Werbespot für Amazon gesehen. Da lief ein Mädchen mit Shorts zum Strand, ein eBook in der Gesäßtasche. GENAU! rief mein Gehirn. Ich schnappte mir meinen Kindle, auf den ich bereits Weihnachten how-to-Bücher von Ruprecht Frieling geladen hatte. Ich hatte jahrelang als Übung Short Storys geschrieben. Die musste ich doch nur zusammenfassen und dann könnte ich die als eBook hochladen. Muss schnell gehen, wegen der Ferienzeit. Gedacht, getan. Am Morgen des 8. Juli habe ich den Gedanken versucht in die Tat umzusetzen – mein Schreibtisch hat heute noch Bissspuren. Am 10. Juli spät abends ist es mir dann endlich gelungen „Strandglut – 23 Short(s) Stories“ hochzuladen. Mit selbstgebasteltem Cover und 10 Tage gratis. Am 11. Juli war das Ding drin. Sternstunde meines Lebens.«
Monika von Ramin aka NIKA LUBITSCH
»Du bist mit Liebe Autor und kümmerst dich mit Herzblut um Newcomer. Du hast das Wissen und die Erfahrung in der SP-Brache und bist unheimlich sympathisch, da du freundlich und lieb bist. – Ach, und witzig und lustig darf ich nicht vergessen.«
Torine Mattutat, Autorin
»Kein anderer Verleger hat so viele Autoren glücklich gemacht!«
Henryk M. Broder, DER SPIEGEL
Ich bin bekennender Post-Junkie. Mit meinem Briefträger Stefan verbindet mich ein fast intimes Verhältnis. Leider ist in den letzten Jahrzehnten der Eingang »realer Post«, also fassbarer Briefe und Päckchen, enorm zurückgegangen. Stattdessen sausen tausende nüchterne Mails durch den Äther, werden gelesen, beantwortet und automatisch abgelegt. HIER geht es weiter →

Prinz Rupi umwirbt Poppy J. Anderson, eine der Starautorinnen auf der 8. LoveLetterConvention in Berlin • SÄmtliche Fotos: © Ruprecht Frieling
„Du gehst zur LoveLetterConcention?“, lacht eine Bekannte, „dann kannst du ja deiner Frau künftig herzerweichende Liebesbriefe schreiben!“ – Nun, perfekte Liebesbriefe kann ich nach dem Besuch zwar immer noch nicht verfassen, aber ich habe einen tiefen Einblick in eine Literaturszene bekommen, der in dieser Form wohl nirgendwo anders in Europa geboten wird. Es geht auf der LoveLetterConvention, kurz LLC genannt, nämlich um den Liebesroman, es geht um Romance. HIER geht es weiter →
