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Pest-Lektüre: Die Maske des Roten Todes von E. A. Poe

Mai 20, 2020
by Ruprecht Frieling
Corona, Schauergeschichten
4 Comments
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Corona Poe Maske des roten Todes

Der Nürnberger Verleger, Kunst- und Buchhändler Paul Fürst (1608 – 1666) schuf den kolorierten Kupferstich des römischen Pestdoktors Schnabel. In Zeiten von Epidemien wurden Pestdoktoren besonders von Städten mit hohen Opferzahlen einberufen. Im 17., 18. und 19. Jahrhundert trugen einige Pestdoktoren Schnabelmasken, die mit Kräutern und Flüssigkeiten gefüllt waren, weshalb man auch von Schnabeldoktoren sprach. Die Kleidung eines Pestdoktors bestand aus einem als Schutzanzug dienenden gewachsten Stoffmantel, einer Schnabelmaske mit zwei Augenöffnungen aus Glas, Handschuhen und einem Stab. So konnte Kontakt zu den Infizierten vermieden werden

Die Maske des roten Todes

Von Edgar Allan Poe

Lange schon wütete der ›Rote Tod‹ im Lande; nie war eine Pest verheerender, nie eine Krankheit grässlicher gewesen. Blut war der Anfang, Blut das Ende – überall das Rot und der Schrecken des Blutes. Mit stechenden Schmerzen und Schwindelanfällen setzte es ein, dann quoll Blut aus allen Poren, und das war der Beginn der Auflösung. Die scharlachroten Tupfen am ganzen Körper der unglücklichen Opfer – und besonders im Gesicht – waren des Roten Todes Bannsiegel, das die Gezeichneten von der Hilfe und der Teilnahme ihrer Mitmenschen ausschloss; und alles, vom ersten Anfall bis zum tödlichen Ende, war das Werk einer halben Stunde.

Edgar Allan Poe 1848

Der vierzigjährige Edgar Allan Poe (1809-1849), hier kurz vor seinem frühen Tod, prägte entscheidend die Gattung der Kurzgeschichte sowie die Genres der Kriminalliteratur sowie der Horror- bzw. Schauerliteratur. Die Maske des Roten Todes (The Masque of the Red Death) erschien erstmals 1842 in Philadelphia in Graham’s Magazine, in dessen New Yorker Redaktion E.A. Poe ein Jahr lang als Chefredakteur arbeitete. In der Geschichte beschreibt Poe das Scheitern des Versuchs einer Gruppe von Privilegierten, sich vor einer Seuche in Sicherheit zu bringen.

Prinz Prospero aber war fröhlich und unerschrocken und weise. Als sein Land schon zur Hälfte entvölkert war, erwählte er sich unter den Rittern und Damen des Hofes eine Gesellschaft von tausend heiteren und leichtlebigen Kameraden und zog sich mit ihnen in die stille Abgeschiedenheit einer befestigten Abtei zurück. Es war dies ein ausgedehnter prächtiger Bau, eine Schöpfung nach des Prinzen eigenem exzentrischen, aber vornehmen Geschmack. Das Ganze war von einer hohen, mächtigen Mauer umschlossen, die eiserne Tore hatte.

Nachdem die Höflinge dort eingezogen waren, brachten die Ritter Schmelzöfen und schwere Hämmer herbei und schmiedeten die Riegel der Tore fest. Es sollte weder für die draußen wütende Verzweiflung noch für ein etwaiges törichtes Verlangen der Eingeschlossenen eine Türe offen sein. Da die Abtei mit Proviant reichlich versehen war und alle erdenklichen Vorsichtsmaßregeln getroffen worden waren, glaubte die Gesellschaft, der Pestgefahr Trotz bieten zu können.

Die Welt da draußen mochte für sich selbst sorgen! Jedenfalls schien es unsinnig, sich vorläufig bangen Gedanken hinzugeben.

Auch hatte der Prinz für allerlei Zerstreuungen Sorge getragen. Da waren Gaukler und Komödianten, Musikanten und Tänzer – da war Schönheit und Wein. All dies und dazu das Gefühl der Sicherheit war drinnen in der Burg – draußen lauerte der Rote Tod.

Im fünften oder sechsten Monat der fröhlichen Zurückgezogenheit versammelte Prinz Prospero – während draußen die Pest noch mit ungebrochener Gewalt raste – seine tausend Freunde auf einem Maskenball mit unerhörter Pracht. Reichtum und zügellose Lust herrschten auf dem Feste. Doch ich will zunächst die Räumlichkeiten schildern, in denen das Fest abgehalten wurde.

Es waren sieben wahrhaft königliche Gemächer. Im Allgemeinen bilden in den Palästen solche Festräume – da die Flügeltüren nach beiden Seiten bis an die Wand zurückgeschoben werden können – eine lange Zimmerflucht, die einen weiten Durchblick gewährt. Dies war hier jedoch nicht der Fall. Des Prinzen Vorliebe für alles Absonderliche hatte die Gemächer vielmehr so zusammengegliedert, dass man von jedem Standort immer nur einen Saal zu überschauen vermochte.

Nach Durchquerung jedes Einzelraumes gelangte man an eine Biegung, und jede dieser Wendungen brachte ein neues Bild. In der Mitte jeder Seitenwand befand sich ein hohes, gotisches Fenster, hinter dem eine schmale Galerie den Windungen der Zimmerreihe folgte.

Diese Fenster hatten Scheiben aus Glasmosaik, dessen Farbe immer mit dem vorherrschenden Farbenton des betreffenden Raumes übereinstimmte. Das am Ostende gelegene Zimmer zum Beispiel war in Blau gehalten, und so waren auch seine Fenster leuchtend blau. Das folgende Gemach war in Wandbekleidung und Ausstattung purpurn, und auch seine Fenster waren purpurn. Das dritte war ganz in Grün und hatte dementsprechend grüne Fensterscheiben. Das vierte war orangefarben eingerichtet und hatte orangefarbene Beleuchtung. Das fünfte war weiß, das sechste violett.

Die Wände des siebenten Zimmers aber waren dicht mit schwarzem Sammet bezogen, der sich auch über die Deckenwölbung spannte und in schweren Falten auf einen Teppich von gleichem Stoffe niederfiel. Und nur in diesem Raume glich die Farbe der Fenster nicht derjenigen der Dekoration: hier waren die Scheiben scharlachrot – wie Blut.

Nun waren sämtliche Gemächer zwar reich an goldenen Ziergegenständen, die an den Wänden entlang standen oder von der Decke herabhingen, kein einziges aber besaß einen Kandelaber oder Kronleuchter. Es gab weder Lampen- noch Kerzenlicht. Stattdessen war draußen auf der an den Zimmern hinlaufenden Galerie vor jedem Fenster ein schwerer Dreifuß aufgestellt, der ein kupfernes Feuerbecken trug, dessen Flamme ihren Schein durch das farbige Fenster hereinwarf und so den Raum schimmernd erhellte.

Hierdurch wurden die phantastischsten Wirkungen erzielt. In dem westlichsten oder schwarzen Gemach aber war der Glanz der Flammenglut, der durch die blutig roten Scheiben in die schwarzen Samtfalten fiel, so gespenstisch und gab den Gesichtern der hier Eintretenden ein derart erschreckendes Aussehen, dass nur wenige aus der Gesellschaft kühn genug waren, den Fuß über die Schwelle zu setzen.

In diesem Gemach befand sich an der westlichen Wand auch eine hohe Standuhr in einem riesenhaften Ebenholzkasten. Ihr Pendel schwang mit dumpfem, wuchtigem, eintönigem Schlag hin und her; und wenn der Minutenzeiger seinen Kreislauf über das Zifferblatt beendet hatte und die Stunde schlug, so kam aus den ehernen Lungen der Uhr ein voller, tiefer, sonorer Ton, dessen Klang so sonderbar ernst und so feierlich war, dass bei jedem Stundenschlag die Musikanten des Orchesters, von einer unerklärlichen Gewalt gezwungen, ihr Spiel unterbrachen, um diesem Ton zu lauschen. So musste der Tanz plötzlich aussetzen, und eine kurze Missstimmung befiel die heitere Gesellschaft.

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Hygiene ist die bislang einzige Möglichkeit, sich die Pest der Neuzeit vom Hals zu halten Foto: © Pixabay

So lange die Schläge der Uhr ertönten, sah man selbst die Fröhlichsten erbleichen, und die Älteren und Besonneneren strichen mit der Hand über die Stirn, als wollten sie wirre Traumbilder oder unliebsame Gedanken verscheuchen. Kaum aber war der letzte Nachhall verklungen, so durchlief ein lustiges Lachen die Versammlung. Die Musikanten schämten sich lächelnd ihrer Empfindsamkeit und Torheit, und flüsternd vereinbarten sie, dass der nächste Stundenschlag sie nicht wieder derart aus der Fassung bringen solle. Allein, wenn nach wiederum sechzig Minuten (dreitausendsechshundert Sekunden der flüchtigen Zeit) die Uhr von neuem schlug, trat dasselbe allgemeine Unbehagen ein, dasselbe Bangen und Sinnen wie vordem.

Doch wenn man hiervon absah, war es eine prächtige Lustbarkeit. Der Prinz hatte eigenen Geschmack bewiesen. Er besaß ein feines Empfinden für Farbenwirkungen. Alles Herkömmliche und Modische war ihm zuwider, er hatte seine eigenen kühnen Ideen, und seine Phantasie liebte seltsame glühende Bilder. Manche Leute hielten ihn für wahnsinnig. Sein Gefolge aber wusste, dass er es nicht war. Doch man musste ihn sehen und kennen, um dessen gewiss zu sein.

Die Einrichtung und Ausschmückung der sieben Gemächer war eigens für dieses Fest ganz nach des Prinzen Angaben gemacht worden, und sein eigener merkwürdiger Geschmack hatte auch den Charakter der Maskerade bestimmt. Gewiss, sie war grotesk genug.

Da gab es viel Prunkendes und Glitzerndes, viel Phantastisches und Pikantes. Da gab es Masken mit seltsam verrenkten Gliedmaßen, die Arabesken vorstellen sollten, und andere, die man nur mit den Hirngespinsten eines Wahnsinnigen vergleichen konnte. Es gab viel Schönes und viel Üppiges, viel Übermütiges und viel Groteskes, und auch manch Schauriges – aber nichts, was irgendwie widerwärtig gewirkt hätte.

Rupi mit Schnabelmaske

Herausgeber Prinz Rupi liest Edgar Allan Poes schaurige Geschichten grundsätzlich nur noch mit Schnabelmaske

In der Tat, es schien, als wogten in den sieben Gemächern eine Unzahl von Träumen durcheinander. Und diese Träume wanden sich durch die Säle, deren jeder sie mit seinem besonderen Licht umspielte, und die tollen Klänge des Orchesters schienen wie ein Echo ihres Schreitens. Von Zeit zu Zeit aber riefen die Stunden der schwarzen Riesenuhr in dem Samtsaal, und eine kurze Weile herrschte eisiges Schweigen – nur die Stimme der Uhr erdröhnte.

Die Träume erstarrten. Doch das Geläut verhallte – und ein leichtes halbunterdrücktes Lachen folgte seinem Verstummen. Die Musik rauschte wieder, die Träume belebten sich von neuem und wogten noch fröhlicher hin und her, farbig beglänzt durch das Strahlenlicht der Flammenbecken, das durch die vielen bunten Scheiben strömte.

Aber in das westliche der sieben Gemächer wagte sich jetzt niemand mehr hinein, denn die Nacht war schon weit vorgeschritten, und greller noch floss das Licht durch die blutroten Scheiben und überflammte die Schwärze der düsteren Draperien; wer den Fuß hier auf den dunklen Teppich setzte, dem dröhnte das dumpfe, schwere Atmen der nahen Riesenuhr warnender, schauerlicher ins Ohr als allen jenen, die sich in der Fröhlichkeit der anderen Gemächer umhertummelten.

Diese anderen Räume waren überfüllt, und in ihnen schlug fieberheiß das Herz des Lebens. Und der Trubel rauschte lärmend weiter, bis endlich die ferne Uhr den Zwölfschlag der Mitternacht erschallen ließ. Und die Musik verstummte, so wie früher; und der Tanz wurde jäh zerrissen, und wie früher trat ein plötzlicher unheimlicher Stillstand ein.

Jetzt aber musste der Schlag der Uhr zwölfmal ertönen; und daher kam es, dass jenen, die in diesem Kreis die Nachdenklichen waren, noch trübere Gedanken kamen, und dass ihre Versonnenheit noch länger andauerte. Und daher kam es wohl auch, dass, bevor noch der letzte Nachhall des letzten Stundenschlages erstorben war, manch einer Muße genug gefunden hatte, eine Maske zu bemerken, die bisher noch keinem aufgefallen war.

Das Gerücht von dieser neuen Maske sprach sich flüsternd herum, und es erhob sich in der ganzen Versammlung ein Summen und Murren des Unwillens und der Entrüstung – das schließlich zu Lauten des Schreckens, des Entsetzens und höchsten Abscheus anwuchs.

Man kann sich denken, das es keine gewöhnliche Erscheinung war, die den Unwillen einer so toleranten Gesellschaft erregen konnte. Man hatte in dieser Nacht der Maskenfreiheit zwar sehr weite Grenzen gezogen, doch die fragliche Gestalt war in der Tat zu weit gegangen – über des Prinzen weitgehende Duldsamkeit hinaus.

Auch in den Herzen der Übermütigsten gibt es Saiten, die nicht berührt werden dürfen, und selbst für die Verstocktesten, denen Leben und Tod nur Spiel ist, gibt es Dinge, mit denen sie nicht Scherz treiben lassen. Einmütig schien die Gesellschaft zu empfinden, dass in Tracht und Benehmen der befremdenden Gestalt weder Witz noch Anstand sei.

Lang und hager war die Erscheinung, von Kopf zu Fuß in Leichentücher gehüllt. Die Maske, die das Gesicht verbarg, war dem Antlitz eines Toten täuschend nachgebildet. Und doch, all dieses hätten die tollen Gäste des tollen Gastgebers, wenn es ihnen auch nicht gefiel, noch hingehen lassen. Aber der Verwegene war so weit gegangen, die Gestalt des »Roten Todes« darzustellen. Sein Gewand war mit Blut besudelt, und seine breite Stirn, das ganze Gesicht sogar, war mit dem scharlachroten Todesspiegel gefleckt.

Arnold Boecklin Die Pest

1898 schuf der Schweizer Maler, Zeichner, Grafiker und Bildhauer Arnold Böcklin (1827-1901) sein Bild »Die Pest« auf Tannenholz

Als Prinz Prospero diese Gespenstergestalt entdeckte, die, um ihre Rolle noch wirkungsvoller zu spielen, sich langsam und feierlich durch die Reihen der Tanzenden bewegte, wurde er im ersten Augenblick von einem Schauer des Entsetzens oder des Widerwillens geschüttelt wurde; im nächsten Moment aber rötete sich seine Stirn in Zorn.

»Wer wagt es«, fragte er mit heiserer Stimme die Höflinge an seiner Seite, »wer wagt es, uns durch solch gotteslästerlichen Hohn zu empören? Ergreift und demaskiert ihn, damit wir wissen, wer es ist, der bei Sonnenaufgang an den Zinnen des Schlosses aufgeknüpft werden wird!«

Es war in dem östlichen, dem blauen Zimmer, in dem Prinz Prospero diese Worte rief. Sie hallten laut und deutlich durch alle sieben Gemächer – denn der Prinz war ein kräftiger und kühner Mann, und die Musik war durch eine Bewegung seiner Hand zum Schweigen gebracht worden.

Das blaue Zimmer war es, in dem der Prinz stand, umgeben von einer Gruppe bleicher Höflinge. Sein Befehl brachte Bewegung in die Höflingsschar, als wolle man den Eindringling angreifen, der gerade jetzt ganz in der Nähe war und mit würdevoll gemessenem Schritt dem Sprecher nähe trat. Doch das namenlose Grauen, das die wahnwitzige Vermessenheit des Vermummten allen eingeflößt hatte, war so stark, dass keiner die Hand ausstreckte, um ihn aufzuhalten.

Ungehindert kam er bis dicht an den Prinzen heran – und während die zahlreiche Versammlung zu Tode entsetzt zur Seite wich und sich in allen Gemächern bis an die Wand zurückdrängte, ging er unangefochten seines Weges, mit den nämlichen feierlichen und gemessenen Schritten wie zu Beginn. Und er schritt von dem blauen Zimmer in das purpurrote – von dem purpurroten in das grüne – von dem grünen in das orangefarbene – und aus diesem in das weiße – und weiter noch in das violette Zimmer, ehe eine entscheidende Bewegung gemacht wurde, um ihn aufzuhalten.

Dann aber war es Prinz Prospero, der rasend vor Zorn und Scham über seine eigene unbegreifliche Feigheit die sechs Zimmer durcheilte – er allein, denn von den andern vermochte infolge des tödlichen Schreckens kein einziger ihm zu folgen. Den Dolch in der erhobenen Hand war er in wildem Ungestüm der weiterschreitenden Gestalt bis auf drei oder vier Schritte nahegekommen, als diese, die jetzt das Ende des Samtgemaches erreicht hatte, sich plötzlich zurückwandte und dem Verfolger gegenüberstand.

Man hörte einen durchdringenden Schrei, der Dolch fiel blitzend auf den schwarzen Teppich, und im nächsten Augenblick sank auch Prinz Prospero im Todeskampf zu Boden.

Nun stürzten mit dem Mute der Verzweiflung einige der Gäste in das schwarze Gemach und ergriffen den Vermummten, dessen hohe Gestalt aufrecht und regungslos im Schatten der schwarzen Uhr stand. Doch unbeschreiblich war das Grauen, das sie befiel, als sie in den Leichentüchern und hinter der Leichenmaske, die sie mit rauem Griffe packten, nichts Greifbares fanden – sie waren leer …

Und nun erkannte man die Gegenwart des Roten Todes. Er war gekommen wie ein Dieb in der Nacht. Und einer nach dem andern sanken die Festgenossen in den blutbetauten Hallen ihrer Lust zu Boden und starben – ein jeder in der verzerrten Lage, in der er verzweifelnd niedergefallen war.

Und das Leben in der Ebenholzuhr erlosch mit dem Leben des letzten der Fröhlichen.

Und die Gluten in den Kupferpfannen verglommen.

Und unbeschränkt herrschte über alles mit Finsternis und Verwesung der Rote Tod.



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Über den Verfasser
Ruprecht Frieling aka Prinz Rupi schreibt seit einem halben Jahrhundert Bücher und schwimmt dabei vergnügt gegen den Strom.
4 Comments
  1. Chris Hoefliger 20. Mai 2020 at 16:06 Antworten

    Tja, ich muss dringend mal wieder die gesammelten Gruseldinge von E.A.P lesen gehen.
    Danke für den Tipp, lieber Rupi!

  2. monika fischer 22. Mai 2020 at 20:29 Antworten

    Corona
    Ich erhob mich noch taumelnd von den
    Schlachtbänken Chinas und flog umher
    und vermehrte mich und meine Virenabkömmlinge
    kommen über Euch.
    Ich besetzte Euch, erst unerkannt und Ihr trugt
    mich mit Euch in die weite Welt und wen Ihr
    berührtet, zu dem sprang ich über und ich
    nahm Euch die Luft und ich tötete und die
    Bestatter kamen nicht nach,,,,,,,,,
    Menschen, Eure Ärzte konnten Euch nicht
    helfen, Ihr, die Ihr mich unsichtbar mit Euch
    trugt, schwärmtet aus in die Welt.
    Ich ging auf Reisen, was bekam ich alles zu
    sehen, und sprang über auf die Menschen, die
    tanzten und tanzten und umarmten sich
    und ich begann meinen Siegeszug durch die
    Welt.
    Es endete tödlich für Euch Menschen,für manchen,
    obwohl Ihr emsig versuchtet, mich zu vertreiben.
    Schutzmaßnahmen zu ergreifen, dass ich nicht
    auf Euch landen könnte, in Euch Wohnung
    nehmen für eine Zeit lang und andere zu besuchen,
    ja auf sie zu springen, sie zu treffen. Liebende,
    Verwandte, Bekannte und Unbekannte,
    Die Grenzen wurden geschlossen, die Flugzeuge
    blieben am Boden aber ich hatte ja schon so
    viele berührt von Euch, Ihr hattet mich längst
    schon verteilt.
    Hochrangige Politiker hielten Sitzungen ab, Tag und
    Nacht, berieten und fragten Ärzte und Forscher.
    Die Infiziertenzahlen schnellten in die Höhe,
    Statistiken allenthalben.
    Die Regierungen schrieben Gesetze, verhängten
    Gesetze, die noch niemals so verfasst und zu
    befolgen waren ,mit Bußgeldahndung bei Nichtbefolgen.
    Es war die reine Not.
    Notwehr, Ihr wolltet mich kleinhalten, nicht zulassen
    dass ich Millionen Eurer Bürger ergreifen würde und
    Hunderttausende oder Millionen in Eurem Land
    fällen würde. In manchen Ländern hielt ich reiche
    Ernte, so schnell konnten Särge nicht beschafft und
    Menschen bestattet werden ohne Trauerfeiern.
    Doch., wo immer ich auftauche, am meisten halte ich
    Ernte unter den Wehrlosen, den Armen, wo sie eng
    beieinander leben müssen auf kleinstem Raum,
    keine Schutzmaßnahmen, keine Hygiene-einhaltenmöglichkeiten,
    zum Beispiel in den Townships oder
    Flüchtlingslager ebenso.
    Europa hat jetzt jede Menge eigene Probleme und ich
    jage durch die Welt…….
    Die Superreichen werden sich in ihren antiseptischen
    Palästen verschanzen oder auf ihren eigenen Inseln
    in der Hängematte schaukeln……derweilen………
    Wen, sollen die Despoten die mich leugnen, regieren.
    Wer meinen Namen nicht sprechen darf bei Strafe
    den suche ich dennoch heim und wie ich über die
    Palastmauer steige, wird sich finden……
    Wem sollen die Magnaten was verkaufen wenn ich
    umhergeh und die Menschen fälle wie Bäume,
    wie Ihr vormals dort ,wo noch Wälder standen
    damals…….
    Ja, Menschen sucht nach einem Anti-Stoff, einem
    Heilmittel, mich zu besiegen,
    denn noch bin ich stark….
    es wird eine Zeit dauern, bis ich ,Corona, müde
    geworden bin und aufhöre mit Töten..
    So lange, Menschen, denkt nach über Euch in
    Euern Hausarresten, wo ich an Euch nicht rankomme
    Ich glaube, Ihr habt, wenn ich meinen „Feldzug“
    beendet habe, erfahren, wie verletzlich Ihr seid
    trotz aller „Kaufkraft“, wie schnell ist sie dahin.
    Ich verarme Euch, fast alle Räder stehen still.
    Ihr werdet bitter merken, dass Ihr nicht die Krone seid,
    Jetzt trage ich sie. Ich „Corona“
    Noch…….
    Monika Fischer, Gross Wittfeitzen 8, 29496 Waddeweitz

    • Prinz Rupi 22. Mai 2020 at 23:19 Antworten

      Danke für diesen Text, liebe Moni!

  3. Erika Stelldinger 23. Mai 2020 at 16:30 Antworten

    Ein großartiger Apell an die Vernunft.
    Voller Leidenschaft, Kritik und Emotion.

    Danke, liebe Monika, für Deine treffsicheren Worte,
    die sehr viel von Deinem Zeitgeist und Deinem Mitgefühl
    für das, was gerade in der Welt passiert, spiegeln.

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