Am 10. Februar beginnt das Jahr des Drachen mit dem chinesischen Neujahrsfest, dem wichtigsten Feiertag in China. Die Bedeutung des Drachen in der chinesischen Kultur ist einzigartig: Er ist Symbol des Majestätischen, der Glücksverheißung und Stärke. Ich hatte das Vergnügen, anno 1952 im Jahr des Drachens geboren worden zu sein und erfahre nun Eigenschaften, die dem Drachen zugeschrieben werden. So tanze ich voller Freude und Optimismus ins Jahr des Drachen. – Was wird getanzt? – Getanzt wird auf Wunsch einer treuen Leserin Walzer. HIER geht es weiter →
»Wenn schwarze Schweine träumen« heißt eine Geschichte von Prinz Rupi über die schwarzen Schweine von Mallorca. Der in Palma de Mallorca residierende Autor erzählt die Geschichte eines neugierigen Ferkels, das sich in seinen Träumen mithilfe seines natürlichen Furzantriebes in luftige Höhen bewegt und dort erfährt, was aus seinem Onkel, den die Bauern abholten, geworden ist. HIER geht es weiter →

Unentbehrlich zu sein, ist der Mythos vieler Zeitgenossen, die an ihren Sesseln kleben und damit Fortschritt und Entwicklung blockieren. © Prinz Rupi /KI
In der Welt der Wirtschaft, der Politik, des sozialen Lebens bis hin zu kleinen Vereinen und Gemeinschaften besteht oft der Glaube an die Unentbehrlichkeit bestimmter Personen. Diese Vorstellung, dass bestimmte Individuen unverzichtbar sind, ist jedoch trügerisch und kann zu einer verzerrten Wahrnehmung von Realität und Wertigkeit führen. Ein Blick in die Geschichte zeigt, wie relativ die Idee der Unersetzlichkeit tatsächlich ist. HIER geht es weiter →
»Tausche Zement gegen Hemingway« beleuchtet ein spezielles Kapitel deutscher Geschichte: das Buch- und Verlagswesen jenes versunkenen Landes, das die Leselust auf seine Fahnen geschrieben hatte. In kaum einem anderen Staat wurden nämlich derart viele Bücher pro Kopf der Bevölkerung konsumiert wie in der ehemaligen DDR. Ein Buch über persönlich erlebte Literatur der DDR. HIER geht es weiter →

Wer nicht will, dass es wieder so kommt wie vor hundert Jahren und die Zukunft kommender Generationen ruiniert wird, der SAGT NEIN! ©Prinz Rupi 2024
Es geht mir mit diesem floskelhaften Weckruf aktuell weniger um die Sinnlosigkeit der Kriege. Die finden kein Ende und können durch Geschäftemacher scheinbar unkontrolliert verlängert werden. Zu Kriegen sage ich NEIN! Ich richte mich mit diesen Gedanken an diejenigen, die noch nicht auf Demonstrationen gehen und vielleicht einen kleinen Anstoß brauchen.
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Das Gedicht »Vereinsamt« von Friedrich Nietzsche ist ein zentrales Werk des Philosophen, das Einsamkeit und Entfremdung thematisiert. Einsamkeit setzt den Ton für das gesamte Gedicht. Prinz Rupi spricht den Text und liefert eine Interpretationshilfe. HIER geht es weiter →
Krisenmodus ist zum Wort des Jahres 2023 auserkoren worden. Man könnte den Begriff für den ironischen Titel einer Sitcom (Situationskomödie) halten – würde er weniger treffend und gleichzeitig absurd unseren Alltag widerspiegeln. Doch der Begriff Krisenmodus beschreibt treffend die globalen Herausforderungen und die Atmosphäre, in der wir uns befinden. Insofern ist es eine gute Wahl.

Extraterrestrischer beim Studium der Ergebnisse der PISA-Studie fragt sich, ob es wirklich Sinn macht, mit der Erdbevölkerung in Kontakt zu treten … © Prinz Rupi
Von Prinz Rupi
Deutschland, einst als das Land der Dichter und Denker gefeiert, steht heute vor einem Rätsel. Die jüngsten Ergebnisse der Pisa-Studie sind da, und sie sind, gelinde gesagt, enttäuschend. Aber brauchen wir überhaupt Bildung, wenn wir auf so einer glorreichen Geschichte von Erfindern und Technikern aufbauen können? HIER geht es weiter →

Leinwand-Lyriker Ralph Turnheim richtet einen Stummfilm am 16-mm-Projektor ein Fotos: © Prinz Rupi
Stummfilm-Erzähler Ralph Turnheim hat eine einzigartige Leidenschaft für Film. Sollte er eines fernen Tages tot aufgefunden werden, wird der Leinwand-Lyriker wahrscheinlich eine historische Filmrolle umklammern – vielleicht sogar die Kopie eines »Frankenstein«-Films, den der Filmfreak ersteigert hat.
Ralph Turnheim entdeckte nach einer Ausbildung an einer Schauspielschule in Wien seine Liebe zum Stummfilm. Seine frühe Karriere am Staatstheater Wiesbaden umfasste anstrengende Auftritte im Kinder- und Jugendensemble, wo er sich in der herausfordernden Welt des Theaters bewies.
Neben seiner Bühnenarbeit widmete er sich seiner wahren Leidenschaft: dem klassischen Film. Mit seiner Schauspielgage investierte er in einen 16-mm-Projektor und alte Stummfilme, und besuchte regelmäßig das Filmmuseum in Frankfurt. Ihn faszinierte der heimelige Gang durch die Entwicklung der Bildillusion bis zum bewegten Bild.
Als ihm das Schicksal eines Tages die Kopie eines Pink-Panther-Cartoons in Originalsprache in die Hände spielt, stellt er beim Abspielen fest, dass es sich um einen Stummfilm handelt. Der Knittelvers »Heute ist nicht alle Tage, ich komm’ wieder, keine Frage« entpuppt sich als Erfindung der deutschen Dialogregie. Turnheim entwickelt die Idee, eigene Reime zu den Filmen zu machen und beides live vorzutragen. Dann überträgt er das Konzept auf weitere Stummfilme und wird Stummfilmerzähler.

Der Stummfilm glänzt in alter Pracht / denn Turnheim reimt stets mit Bedacht
Seit 2005 ist Turnheim als Stummfilmerzähler tätig, wobei er seine Texte sorgfältig an die Bilder anpasst. Der Verseschmied sprudelt die Texte mit Highspeed heraus, diese müssen aber schnittgenau passen. Seine Gedichte unterwerfen sich dem Schnitt, er bleibt stets exakt am Bild. In seinen Live-Präsentationen muss Turnheim präzise sein; ein falsch getimter Text kann die Pointe ruinieren. Die Herausforderung besteht darin, den Film genau zu verfolgen und die Stimmen unterschiedlicher Charaktere zu differenzieren. Besonders der schnelle Wechsel zwischen diesen Stimmen bereitet ihm Vergnügen.
Die Arbeit ist aufwändig. Für ein Programm kalkuliert er drei Monate, für eine Filmminute einen Arbeitstag. Er schaut sich den Film sehr genau an, notiert einen Time Code für die Szenen und versucht es genau zu treffen.
Kommt er einen Moment zu früh oder zu spät mit seinem Text, versagt die Pointe. Wenn er sich bei der Live-Präsentation verliest oder kurz nachdenkt, läuft ihm der Film davon. Das ist anders als auf der Bühne, wo die Schauspieler aufeinander warten. Je mehr Figuren es im Film gibt, desto kniffliger wird es, sie auch voneinander absetzen. Hat er aber alle Stimmen gefunden, macht ihm der schnelle Wechsel besonders Spaß.

© Clemens Molinari
Mittlerweile hat Turnheim achtzehn verschiedene Programme, von »Zorro« bis »Tarzan«, und tourt damit durch die deutschsprachige Kinowelt. Sein persönlicher Liebling ist »Frankenstein«. Diese Verfilmung des berühmten Romans von Mary Shelley aus den Edison-Studios galt jahrzehntelang als verschollen. Durch Zufall konnte Turnheim ein 16-mm-Negativ, das direkt von diesem Film gezogen wurde, ersteigern.
Er interpretiert und präsentiert den Streifen auf drei verschiedene Weisen: als psychologisches Drama, als freche Komödie und als Filmmusical, für das Stummfilmkomponist Gerhard Gruber eingängige Ohrwürmer erschaffen hat. Durch die Macht der Worte – und des Gesangs – entsteht jedes Mal ein vollkommen neues Werk, das die künstlerische Bandbreite des Stummfilmerzählers beweist.
Turnheim spricht und lebt rasend schnell. Er tourt ohne Pause, und wer ihn erleben möchte, abonniert seinen Newsletter, um zu erfahren, wann und wo er gastiert.
Sein Talent und seine Leidenschaft für Stummfilme machen Ralph Turnheim zu einer einzigartigen Figur in der Welt des Kinos. Sein Leben und Werk sind ein faszinierendes Beispiel dafür, wie zeitgenössische Künstler alte Kunstformen neu interpretieren und ihnen neues Leben einhauchen können. 2023 wurde er mit dem Deutschen Stummfilmpreis ausgezeichnet.
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Christian Morgensterns Gedicht von 1909 zeigt: Auch bei den ersten Automobilen Anfang des 20. Jahrhunderts kam es zu Unfällen. © Prinz Rupi
Seinen Nachruhm verdankt das 1909 entstandene absurde Gedicht von Christian Morgenstern (1871– 1914) den beiden Schlussversen, die zu geflügelten Worten geworden sind. Zur Entstehungszeit des Gedichts war der technische Standard des Autofahrens noch denkbar gering. Und doch berührt uns das groteske Gedicht noch immer – und mit ihm der Konflikt Palmströms zwischen der von ihm verfochtenen eigensinnigen Logik und der Wirklichkeit.
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