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Philipp Stölzl zeigt Gounods „Faust“

Juni 20, 2015
by Ruprecht Frieling
Deutsche Oper Berlin, Philipp Stölzl
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»Faust«-Premiere in der Deutschen Oper Berlin: Viel Applaus für große Stimmen und einen phantastischen Chor, Buhrufe für Regisseur Philipp Stölzl trotz starker Bilder Foto: © W. R. Frieling

»Faust«-Premiere in der Deutschen Oper Berlin: Viel Applaus für große Stimmen und einen phantastischen Chor, Buhrufe für Philipp Stölzl trotz starker Bilder Foto: © W. R. Frieling

Wie weiland Stummfilmstar Rudolph Valentino tanzt der Teufel durchs Bild und zieht auch noch ein großes Schnäuztuch hervor, um sich seine Krokodilstränen abzuwischen. Seine Rechnung ist aufgegangen: Faust ist der Glitzerwelt erlegen, die er ihm als wahres Leben verkauft hat. Derweil zieht der stimmlich ausgezeichnete Chor in exakt einstudierten Freeze Frames, quasi eingefrorenen Bildern, als maskenhafte Hintergrundlandschaft auf der sich unablässig drehenden Bühne vorbei. HIER geht es weiter →

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Amazon eröffnet Development-Center in Berlin

Juni 12, 2015
by Ruprecht Frieling
Amazon, Kindle
3 Comments
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Persönliche Gespräche und intensiver Gedankenaustausch bestimmten das Bild der ersten «Amazon Academy« in Berlin Fotos: © Ruprecht Frieling

»Amazon Academy« nennt Amazon die neue Veranstaltungsform, mit der die deutsche Niederlassung des weltgrößten Online-Händlers am 11. Juni 2015 ihr Büro in Berlin-Mitte eröffnete. Zum Gedankenaustausch waren 250 Autoren, Händler und Softwareentwickler eingeladen, um mit den Verantwortlichen des Unternehmens die Zukunft der Möglichkeiten zu diskutieren. Eine bunte Party beschloss die ungewöhnliche Form der Öffentlichkeitsarbeit. Ruprecht Frieling war dabei. HIER geht es weiter →

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Hinter den Kulissen der Deutschen Oper

Juni 04, 2015
by Ruprecht Frieling
1 Comment

Gerlinde – Deutsche Oper Berlin from I LIKE VISUALS on Vimeo.

Einen kleinen Einblick hinter die Kulissen der Deutschen Oper gewährt ein Kurzfilm, den die Agentur I LIKE VISUALS gedreht hat. HIER geht es weiter →

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Literaturzeitschrift.de fördert Tulpenschau

Mai 24, 2015
by Ruprecht Frieling
Literaturzeitschrift.de, Tulipan, Tulpe.
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Fotos: © W. R. Frieling

In Literatur und darstellender Kunst steht die Tulpe für Vergänglichkeit. In der Blumensprache verkörpert sie hingegen Liebe und Zuneigung. Die Herausgeber von Literaturzeitschrift.de sind Tulipan-Paten. Mit einem bescheidenen Obolus fördern sie eine wundervolle Initiative des Britzer Gartens Berlins, wo in jedem Frühjahr eine farbenprächtige Tulpenschau veranstaltet wird. HIER geht es weiter →

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Thomas Bernhard in nur fünf Minuten

Mai 11, 2015
by Ruprecht Frieling
Alpen-Beckett, Holzfällen, Thomas Bernhard
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Thomas Bernhard 1

Traunsee bei Gmunden – vor der Kulisse dieses Postkartenidylls lebte Thomas Bernhard von 1965 bis zu seinem Tod im Jahre 1989 • Foto: © Ruprecht Frieling

Die Titel seiner Bücher und Theaterstücke sind sprichwörtlich geworden: »Auslöschung«, »Der Untergeher«, »Alte Meister«, »Beton«, »Verstörung«. Viele kennen diese Titel, nur wenige aber haben die Bücher gelesen. Dabei sind die Texte von Thomas Bernhard (09.02.1931 – 12.02.1989) mit das Beste, was der deutschsprachige Markt zu bieten hat.

Thomas Bernhards Texte werden wegen ihrer Bissigkeit und Schärfe ebenso gefürchtet wie geliebt. Gleichzeitig gelten sie wegen der ihr eigenen komplexen Satzstruktur und der schier unerschöpflichen Wortaneinanderreihungen, die der Autor kultivierte, als spröde und schwer zugänglich. Doch genau das Gegenteil ist der Fall.

Thomas Bernhard bietet großes Lesevergnügen

Bernhards ebenso einfache wie komplizierte Texte bieten dem, der sich vorurteilsfrei darauf einlässt und für den Augenblick der Lektüre die Welt mit den sezierenden Augen des Autors betrachtet, ein komplexes Lesevergnügen der besonderen Art. Sein nahezu artistischer Stil ist stets von hoher Musikalität geprägt, man könnte sie sogar singen.

Heftig strömende, monologisierende »Schimpftiraden«, sich kunstvoll in schwindelnde Höhen schraubende Gedankengänge und ätzende Kritik an der »besseren« Gesellschaft machen die mehr als 60 Romane und Stücke zum Feinsten der deutschsprachigen Literatur der zweiten Hälfte des 20. Jahrhundert.

Einstieg in die Welt des Thomas Bernhard

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Thomas Bernhard Foto: © Nachlassverwaltung

Um in die Gedankenwelt Bernhards einzusteigen, eignet sich vorzüglich eine Sammlung kurzer Prosatexte, die unter dem Titel »Der Stimmenimitator« erhältlich ist. Es handelt sich dabei um rund einhundert Texte im Stil lokaler Pressenachrichten, die ebenso wahrscheinlich wie unwahrscheinlich klingen.

Sachlich wird von denkbaren und undenkbaren, von möglichen und unmöglichen Ereignissen berichtet, die der Autor blitzlichtartig aufnimmt und wiedergibt. Fast immer münden seine Kurzberichte im Unglück, und die Trennwand zwischen Komödie und Tragödie ist hauchdünn.

Ein Schauspieler verkörpert die Rolle des bösen Zauberers in einem Kinderstück so überzeugend, dass die kleinen Zuschauer die Bühne stürmen und ihn zu Tode trampeln. Zwei Herren füttern im Tierpark Schönbrunn die Affen, bis die Tiere die Futterreste sammeln und sie den Zoobesuchern durch das Gitter hinaus reichen, die darauf entsetzt dem Tiergarten entfliehen.

Ein Denker tauscht mit dem Wirt eines vorzüglichen Gasthauses die Rollen, worauf naturgemäß weder Wirt noch Denker in ihren neuen Rollen funktionieren. Die Bürgermeister von Pisa und Venedig landen in ihren jeweiligen städtischen Irrenhäusern, weil sie, um die Touristen vor den Kopf zu stoßen, heimlich den schiefen Turm von Pisa mit dem Campanile von Venedig tauschen wollen.

Thomas Bernhard: ein Virtuose der Worte

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Durch seine örtliche Nähe Bergwelt erhielt Bernhard den Spitznamen »Alpen-Beckett«
Foto: © Ruprecht Frieling

Beispielhaft für die sprachliche Virtuosität Bernhards steht sein Text »Holzfällen. Eine Erregung«. Dabei handelt es sich um eine gewaltig-geniale Schmähschrift auf den Kunstbetrieb und die Gesellschaft. Das Buch im eigenwilligen Stil Bernhards liest sich wie im Rausch, wenn man sich darauf einlässt.

In der Suada schildert der Erzähler den Ablauf eines »künstlerischen Abendessens«, zu dem er eingeladen wurde. Mit typischen Endlossätzen beobachtet Bernhard die Szene aus der sicheren Perspektive eines Ohrensessels. Er karikiert die anwesenden Künstler und verflucht den Abend ob dessen Langeweile und Hohlheit.

»Holzfällen« ist in jeder Hinsicht komisch. Er ist bisweilen dermaßen grotesk, dass der Leser laut lachen muss, folgt er der Schilderung des Abends. Die Veröffentlichung des urkomischen Werkes brüskierte dann auch diejenigen Humorfernen, die sich darin zu erkennen glaubten.

Der Roman »Holzfällen« war kaum erschienen, da wurde das Buch in Österreich auf Betreiben derjenigen, die sich erkannt glaubten, am 29. August 1984 gerichtlich beschlagnahmt und verboten. Dies prägte Bernhards kritisches Verhältnis zur Alpenrepublik so nachhaltig, dass er testamentarisch ein allgemeines Aufführungs- und Publikationsverbot all seiner Werke in Österreich verfügte.

Bernhards Humor auf der Bühne

Bernhards 1967 entstandenes erstes Theaterstück »Ein Fest für Boris« wurde zwar bereits 1972 in Hamburg von seinem Freund Claus Peymann als absurdes Theater inszeniert. Doch erst im Sommer 2007 wurde es erstmals in Salzburg im Rahmen der Festwochen aufgeführt, für die es ursprünglich geschrieben worden war.

Die rabenschwarze Komödie schrieb der »Alpen-Beckett« als »eine Art Anti-Jedermann, eine Tafel mit Leuten, ein Fest, aber Verkrüppelte«. Zum Geburtstagsmahl für Boris sind seine beinlosen Genossen aus dem Asyl geladen. Die zunehmend aufgeregten Gespräche über zu kurze Schlafkisten, schlechtes Essen und andere Miseren im Heim der Beinlosen untermalt Boris mit immer heftigeren Trommelschlägen, bis er – unbemerkt – tot nach vorne sinkt.

Eine großartige Komödie ist auch »Die Macht der Gewohnheit«. In dem Dreiakter geht es um einen despotischen Zirkusdirektor, der seine Artisten seit Jahren quält, täglich mit ihm Schuberts »Forellenquintett« zu üben. Dies geht indes immer wieder schief und führt zu einer Endlosschleife burlesken Humors.

Thomas Bernhard zwischen Komödie und Tragödie

Die Texte von Thomas Bernhard zeichnen sich durch ein ständiges Wechselspiel von Komödie und Tragödie aus. Zum engen Wechselspiel der beiden an sich gegensätzlichen Gattungen sagte der Schriftsteller selbst:

Thomas Bernhard

Übersichtlich: Der Schreibtisch von Thomas Bernhard • Foto: © Ruprecht Frieling

»Man kann in Verzweiflung, sage ich, gleich, wo man ist, gleich, wo man sich aufhalten muss in dieser Welt, von einem Augenblick auf den anderen aus der Tragödie (in der man ist) in das Lustspiel eintreten (in dem man ist), umgekehrt jederzeit aus dem Lustspiel (in dem man ist) in die Tragödie (in der man ist).«

Wenige Tage nach seinem 58. Geburtstag verstarb Bernhard in seinem Vierkanthof im oberösterreichischen Obernathal. Der inzwischen längst zur weltweit gefeierten Kultfigur gewordene Autor hinterließ mit seinem Werk ein sich im Sprachwitz dramatisch entfachendes Feuerwerk. Sein Vierseithof in der Nähe der Stadt Gmunden ist als Veranstaltungsort und häusliches Museum erhalten und dient als Pilgerstätte für Bernhard-Fans.

Ausgewählte Bernhard-Rezensionen von W. R. Frieling bei Literaturzeitschrift.de

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Kurze Geschichte des E-Books

Mai 10, 2015
by Ruprecht Frieling
E-Book, E-Reader
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Seit wann gibt es eigentlich E-Books? Dieser Frage geht der Journalist und Autor Ansgar Warner nach, der genau weiß, dass Elektrobücher nicht erst mit dem Kindle das Licht der Buchwelt erblickten.
HIER geht es weiter →

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Amazon sucht Schreibtalente

Mai 09, 2015
by Ruprecht Frieling
Amazon
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Wer schreibt heute noch mit einem Füllfederhalter? • Foto: Ruprecht Frieling

»Entdeckt! Amazon Autoren-Preis« 2015

In diesem Jahr vergibt Amazon.de bereits zum dritten Mal den »Entdeckt! Amazon Autoren-Preis«, der Schreibtalente aus dem deutschsprachigen Raum präsentieren und fördern soll. Bis zum 15. Mai 2015 haben Nachwuchs-Autoren die Möglichkeit, sich für die erste Abstimmungsrunde zu bewerben. Lesebegeisterte Amazon Kunden wählen in drei unabhängigen Runden den Favoriten aus, der im Herbst 2015 bekanntgegeben wird. Im letzten Jahr konnte Raúl Aguayo-Krauthausen mit seinem ganz persönlichen Plädoyer für Toleranz und Freude am Leben »Dachdecker wolle ich eh nicht werden: Das Leben aus der Rollstuhlperspektive« die Leser überzeugen und gewann den Nachwuchspreis 2014. HIER geht es weiter →

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Amazon Publishing feiert Einjähriges in Deutschland

Mai 05, 2015
by Ruprecht Frieling
1 Comment
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Kindle Light Dinner 1

Amazon-Verlegerin Sarah Tomashek empfiehlt New-York-Times-Bestsellerautorin Connie Brockway Fotos: © Ruprecht Frieling

Im Anschluss an die LoveLetter Convention lud der Verlag »Amazon Publishing« zu einem »Kindle Light Dinner« in den Darkroom der Berliner BRYK-Bar. Verlegerin Sarah Tomashek und ihr Team feierten damit auch den ersten Geburtstag des Verlages auf dem deutschen Markt. HIER geht es weiter →

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Kurze Erfolgsgeschichte des Self-Publishing

April 29, 2015
by Ruprecht Frieling
Indie-Autoren, Self-Publisher, Self-Publishing
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Zur Eröffnung des Self-Publisher-Day 2015 in Münster schildert Ruprecht Frieling in zwanzig Minuten die Erfolgsgeschichte des Self-Publishing. Er zeigt beispielhaft, dass es seit altersher das Bemühen von Autoren ist, sich unzensiert und frei von Torhütern auszudrücken und ein Publikum zu suchen. Dies funktionierte nur, wenn die Autoren ihrem eigenen Stern folgten, eigene Wege gingen, hochwertige Inhalte lieferten und selbst aktiv wurden. HIER geht es weiter →

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20 Jahre Welttag des Buches

April 22, 2015
by Ruprecht Frieling
Welttag des Buches
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Prinz Rupi empfiehlt Ray Bradbury

Zum 20. Mal feiern wir 2015 den »Welttag des Buches«. 1995 hat die UNESCO-Generalkonferenz den 23. April zum »Welttag des Buches und des Urheberrechts« ausgerufen. Der Tag geht auf einen Brauch in Katalonien zurück. Dort werden zum Namenstag des Schutzheiligen St. Georg (Sant Jordi) Rosen und Bücher verschenkt. In allen katalanischen Städten bieten Buchhändler ihre Ware mit Rabatt an Straßenständen feil. Man kauft dort Bücher für sich oder beschenkt auch seine Freunde mit einem Buch. Der 23. April ist zugleich der Todestag von William Shakespeare und Miguel de Cervantes  sowie der Geburtstag des isländischen Literaturnobelpreisträgers Halldór Laxness. HIER geht es weiter →

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