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Im »Otherland« kommt nicht jeder ins Regal

März 13, 2018
by Ruprecht Frieling
Buchhandel, Otherland
3 Comments
Otherland Frieling 06

Science-Fiction ist das große Thema des »Otherland« • Sämtliche Fotos: © Ruprecht Frieling

In der Berliner Bergmannstraße findet sich mit »Otherland« eine der wohl am besten sortierten Fachbuchhandlungen der Republik für Science-Fiction, Fantasy und Horror. Auf der Suche nach Werken von in diesen Genres aktiven Selfpublishern besuchte Autor Ruprecht Frieling den Laden und sprach mit Simon Weinert, einem der drei Inhaber, über das aktuelle Verhältnis von Buchhandel und Selfpublishing. HIER geht es weiter →

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Über die Schönheit der Welt

März 08, 2018
by Ruprecht Frieling
Eugen Gomringer, Kunstfreiheit, Poesie, Salomon-Hochschule
4 Comments
Blumengedicht qr

Ruprecht Frieling verfremdet ein Gedicht von Eugen Gomringer, das seit Monaten Gemüter erhitzt und Diskussionen belebt.

Seit Monaten erhitzt ein Gedicht an der Fassade der Berliner Alice-Salomon-Hochschule die Gemüter. Eugen Gomringer, Begründer der Konkreten Poesie, entwirft in nur sechs Worten eine Szene auf einer von Bäumen bestandenen, lichtdurchfluten Allee. Weil es in „me-too“-Zeiten modern ist und den aktuellen „Gender“-Debatten entspricht, wird dieses Poem nun öffentlich verbrannt. Die Hauswand soll übertüncht werden! Ich habe Gomringers Text in nur einem Begriff perspektivisch um 180 Grad gedreht, um einen Beitrag zum Thema Kunstfreiheit zu leisten und hoffe, damit zu zeigen, wie lächerlich die Anschuldigung ist, die Zeilen könnten anzüglich sein. HIER geht es weiter →

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Autoren im Kreuzverhör auf der Leipziger Buchmesse 2018

Februar 06, 2018
by Ruprecht Frieling
interviews, LBM 2018, Leipziger Buchmesse, Self-Publishing, Talkshows
0 Comment
interview rupi marah woolf Lichtinspektor

Geballtes Infotainement zur Leipziger Messe: Ruprecht Frieling interviewt Marah Woolf

Vom 15. bis zum 18. März findet die traditionell im Frühjahr stattfindende Leipziger Buchmesse 2018 statt. In diesem Jahr bestreite ich dort zum Stichwort »Autoren im Kreuzverhör« täglich zwei Talkshows. HIER geht es weiter →

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Sex mit dem Rex: So funktioniert Dino-Sex

Januar 31, 2018
by Ruprecht Frieling
Kindle, Self-Publisher, Self-Publishing, Sex
3 Comments

Dino Sex A

Wenn der Raptor rasend rammelt …

Ruprecht Frieling über die Dino-Sex-Literatur

Carla hat zwar Zoologie studiert, jedoch nur einen Job als Tierpflegerin im Reptilienhaus bekommen. Dort träumt die stramme Blondine, dass sie in einem Urwald von Wilden entdeckt und zu deren Königin gemacht wird. Dies erregt ihre Fantasie und schon steht sie unter der Dusche, streichelt ihre Brüste und masturbiert. Doch ihr Tagewerk ist noch nicht beendet, ein Kollege bittet sie, die geklonten Raptoren mit einer jungen Ziege zu füttern …

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Ruprecht Frieling gewinnt Federfy-Schreibwettbewerb

Januar 29, 2018
by Ruprecht Frieling
Self-Publishing
1 Comment
Frieling Federfy

Ruprecht Frieling freut sich über den Gewinn eines iPad 4

Mit einer Urkunde und dem neuesten iPad Mini beglückwünschte mich das Team der Plattform Federfy als Gewinner des Schreibwettbewerbs 2017.

Für das Federfy-Team begründeten Michael Huber und Geschäftsführer Thomas Brust die Entscheidung: »Ihre Geschichte „Doppelmord“ erfüllt nicht nur alle Kriterien, die wir aufgestellt haben, sie hat auch bei unserer Beratung und Abstimmung im Team eine klare Mehrheit gefunden.«

Federfy ist eine kostenlose App für Menschen, die Pausen oder Wartezeiten gerne mit literarischen Inhalten verbringen möchten. Autoren und Fotografen können ihre Werke einem weltweiten Publikum präsentieren, indem Bilder und Stories verknüpft werden. Federfy lädt Autoren und Fotografen ein, die Plattform zu nutzen und ihre Arbeiten dem Publikum vorzustellen

 

 

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Hinter der Maske – Künstler der DDR im Selbstportrait

Januar 10, 2018
by Ruprecht Frieling
Ausstellungen, Barberini, DDR-Kunst
0 Comment
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Heinz Zander »Selbst als Manierist mit Schlafmütze«, 1989

Bis zum 4. Februar war im neu eröffneten Potsdamer Museum Barberini eine Ausstellung zu sehen, die das Selbstverständnis der Bildenden Künstler der DDR hinterfragen will. Dazu werden rund 100 Gemälde, Grafiken, Collagen, Fotografien und Skulpturen von 80 verschiedenen Künstlerinnen und Künstlern vorgestellt. HIER geht es weiter →

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Happy New Year!

Dezember 31, 2017
by Ruprecht Frieling
Neujahr
1 Comment
Blick in die Zukunft Eulenspiegel

© Eulenspiegel

Wird’s besser? Wird’s schlimmer? fragt man alljährlich.
Seien wir ehrlich: Leben ist immer lebensgefährlich!
Erich Kästner

Wo liegt die Antwort auf unsere Fragen?
Im Internet?
Beim Bart des Propheten?
Im Arsch der Galaxis?
Rutscht gut in neue Jahr, aber fallt dabei nicht in die Scheiße.

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Die Wunderwelt der Dietlind Preiss

November 30, 2017
by Ruprecht Frieling
Dada, Kitsch, Kram, kunst, Wunderkammer
5 Comments
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Dietlind Preiss

Dietlind Preiss mit ihrer 17-jährigen Lieblingskatze im Wunderwelt-Labor Fotos: © Ruprecht Frieling

Inmitten schwirrender Engel, barocker Putten, pinkelnder Möpse, krächzender Hühner und farbenprächtiger Kleinstlandschaften thront mit einer schwarzen Katze Dietlind Preiss. In jahrzehntelanger Feinarbeit schuf die gebürtige Ostpreußin, die es auf der Flucht mit den Eltern nach Hannover verschlug, einen eigenen Kosmos von Kunst, Kitsch und Kram. Hier entstanden hunderte Unikate, die Kunstliebhaber in aller Welt fanden.

Dietlind Preiss Engel bewegt

Ein schwirrender Engel wird von einer Solarzelle gespeist

Dietlind Preiss begann mit Lampen

Bauen und Basteln faszinierte Dietlind Preiss von jungen Jahren an. Die studierte Englisch- und Geschichtslehrerin und spätere Kinderpsychotherapeutin begann in ihrer Freizeit, sich mit dem Sammeln und Verarbeiten von Trödel und Elektroschrott zu beschäftigen.

Als engagierte Umweltschützerin und Mitgründerin der Hannoveraner »Grünen« widmete sie sich vorrangig dem Thema Energieverbrauch. Besonders die Erfindung von Energiesparlampen weckte ihr Interesse, und sie baute individuelle Lampen mit geringen Betriebskosten. Mit diesen Lampen wiederum staffierte sie ein Café aus, das sie eröffnete. Diese Leuchtkörper kontrastierten mit überbordendem Schmuck zur nüchternen Sparsamkeit. Schnell stellte sich jedoch heraus, dass die Gäste wesentlich größeres Interesse an ihren Lampen statt am Verzehr von Kaffee und Kuchen zeigten und diese auch kauften.

Dietlind Preiss

Dietlind Preiss vor blinkendem und blitzendem Kunstobjekt

So kam ihr die Erleuchtung, sich ausschließlich auf die Schöpfung sogenannter Lichtgestalten zu stürzen. Dietlind Preiss begann, klitzekleine LED-Spots in ihre Kunstwerke zu verbauen, die wiederum Solarzellen befeuern, deren Kraft ausreicht, Miniaturmotoren anzutreiben. Dabei griff sie nicht nur auf vorhandene Teile und Elemente zurück, sondern modellierte, brannte und bemalte eigene Skulpturen.

Fabelwesen für ein Bestiarium, kleine Alltagsszenen mit meist schrägen Bezügen, Arbeiten, die sich mit Weltreligionen, Glaube, Unglaube, Götter und Dämonen befassen, erblickten das Licht der Welt. Es entstand eine Wunderkammer des skurrilen Geschmacks, ein Tempel der Freude am Spiel mit Licht, Formen und Farbe.

Dietlind Preiss und der pinkelnde Hund

Dietlind Preiss und Ruprecht Frieling

Freunde: Dietlind Preiss und Ruprecht Frieling

Dietlind Preiss, Jahrgang 1940, schuf in ihrem Leben hunderte einzigartige Kunstwerke, die in aller Welt gezeigt wurden und Sammlerherzen begeisterten. Die Stadt Hannover widmete ihrem Bestiarium 2013 im Kestner-Museum eine eigene Ausstellung. Dabei kam es fast zu einem Skandal, denn der Ausstellungsleiter wählte einen pinkelnden Mops als Motiv für das großformatige Plakat. Die Abbildung dieses Exponates erzürnte eine freudlose Landtagsabgeordnete, die meinte, die öffentliche Moral der niedersächsischen Landeshauptstadt sei bedroht. Die Aussteller reagierten mit viel Humor und bildeten auf einem weiteren Plakat nochmals den Hund ab. Diesmal jedoch von hinten, so dass jeder sehen konnte, warum der farbenfrohe Kerl ein Bein hob, denn seine goldene Fontäne war entsprechend illuminiert.

Dietlind Preiss pinkelnder Hund

Männerdenkmal
Leistung auf Knopfdruck. Sauber werden ist die erste menschliche Leistung, die verlangt wird. Männer füttern ihr Ego mit Leistung, bei Frauen reicht schon »schön sein« eine kurze Zeit. Dieser Hund auf dem Sockel pinkelt auf Knopfdruck mit Licht, statt mit Wasser mit LEDs und Lisaplastik. Keramik, Messing, Acryl, Holz, 20 Watt Halogen, Trafo. Ca. 20 x 20 x 35 cm

 

Dietlind Preiss Susanna im Bade

Susanna im Bade
Ein römischer fliegender Penis umkreist Susanna nach dem Bade. Sie schlägt mit der Fliegenklatsche nach ihm. Keramik, Messing, Holz, Motor, LED Licht. Ca. 18 x 18 x 28 cm

 

Dietlind Preiss Prunkvoller Umzug

Prunkvoller Umzug
Prunkvoller Umzug mit Überresten (pompa magnifica reliquiae). Naturfundstücke, Messing, Acryl, LED-Lichter, Netzteile. Ca. 30 x 17 x 30 cm; Wagen Ca. 18 x 18 x 23 cm; Frosch.

 

Dietlind Preiss Mops

Damenmops
Weisser Mops mit Händchen, Pfötchen, Frauenmündchen, Kleinem Herzschrittmacher. Bellt auf Knopfdruck, blinkt und leuchtet. Keramik, Messing, Holz, 20 Watt Acryl, Schaltung Trafo. Ca. 35 x 22 x 37 cm

 

Dietlind Preiss Goettin und Teufel

Teufelchen und Steinzeitvenus drehen sich umeinander, und er puschelt mit seinem Federdreizack um ihre Figur. Keramik, Messing, Holz, 2 Motoren, 20 Watt Halogen, Trafo. Ca. 20 x 20 x 25 cm. Fotos der Kunstobjekte: Grafikgemeinschaft blattwerk

Nachtrag

Die am 21. Oktober 1940 in Sensburg im damaligen Ostpreußen geborene Künstlerin Dietlind Preiss verstarb am 20. Juni 2021 in Hannover im Alter von 80 Jahren.

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Die wahnsinnig wichtige Wertbeutel-Verordnung

November 14, 2017
by Ruprecht Frieling
Wertbeutel, Wertbeutel-Verordnung, Wondratschek
0 Comment

Zum Betrachten des Videos auf das Bild klicken oder direkt auf meinem YouTube-Kanal aufrufen

Schon lange hat es mir in den Fingern gejuckt, Wolf Wondratscheks wundervollen Text »Wertbeutel-Verordnung der Deutschen Bundespost« aus seinem Werk »Früher begann der Tag mit einer Schusswunde« der geneigten Öffentlichkeit darzubieten. HIER geht es weiter →

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Zur Erinnerung an René Goscinny

November 05, 2017
by Ruprecht Frieling
Asterix, Comics
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Asterix® – Obelix® – Idefix ® / © 2017 Les Éditions Albert René

René Goscinny, einer der bekanntesten Comicautoren des 20. Jahrhunderts, schuf neben anderen Figuren den unbeugsamen Gallier Asterix. Inzwischen ist der großartige Künstler mehr als 40 Jahre tot, während sein Werk lebt und blüht.

Kurzer Lebenslauf von René Goscinny

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Comic-Autor René Goscinny an der Schreibmaschine • Asterix® – Obelix® – Idefix ® / © 2017 Les Éditions Albert René

René Goscinny wurde am 14. August 1926 in Paris geboren und verbrachte seine Jugendjahre in Buenos Aires, nachdem seine Eltern 1928 nach Argentinien gezogen waren. Schon in der Grundschule erwachte sein Interesse an Comics, aber niemand nahm von dieser Leidenschaft ernsthaft Kenntnis. Als sein Vater starb, ging der 19-jährige im Oktober 1945 nach New York und hoffte auf eine Anstellung bei Walt Disney. Doch er putzte vergeblich die Türklinken der Verleger, und auch Werbeagenturen verkannten sein Talent.

1950 zog René Goscinny zurück nach Europa. Er ließ sich in Brüssel nieder, wo er erstmals Texte zu Comics veröffentlichte. Zu seinen ersten Erfolgen zählten Geschichten um den sympathischen Westernheld Lucky Luke. 1951 begegnete Goscinny dem Zeichner Albert Uderzo, mit dem ihm eine lange und fruchtbare Freundschaft beschieden war. Gemeinsam schufen sie den Indianer Umpah-Pah sowie ihren mit Abstand größten Erfolg, den Gallier Asterix und seine unbeugsame Dorfgemeinschaft.

Der Start von Asterix

Asterix Band 1

1959 erschien Asterix-Band No. 1

Asterix wurde speziell für den Start der erstmals 1959 erschienenen französischen Jugendzeitschrift Pilote erfunden. Goscinny wurde deren langjähriger Chefredakteur, Uderzo wurde Artdirektor. Die erste Seite der ersten Geschichte (Asterix der Gallier) erblickte in der Nullnummer dieser Zeitschrift das Licht der Welt und wurde später dann in der offiziellen Nummer 1 vom 29. Oktober 1959 veröffentlicht. Die Asterix-Abenteuer wurden in Fortsetzungen von jeweils ein bis zwei Seiten erstveröffentlicht und später in Comic-Alben zusammengefasst in den Handel gebracht. Die ursprüngliche seitenweise Veröffentlichung prägt den Ablauf der früheren Geschichten: Sie enden auf jeder Seite mit einer spannenden Situation, einem sogenannten Cliffhanger, um zum Kauf des nächsten Heftes anzuregen.

Asterix in Italien Cover hires

Der jüngste Band: Asterix in Italien

René Goscinny starb im Alter von nur 51 Jahren am 5. November 1977 in Paris bei einem ärztlichen Belastungstest an einem Herzinfarkt. Sein Werk wurde von Albert Uderzo fortgeführt, viele Fans vermissen jedoch den Humor und das erzählerische Können Goscinnys.

Bis zum Redaktionsschluss dieses Beitrages sind 37 Asterix-Bände erschienen, darunter 35 mit einer albenlangen Geschichte. Zuletzt erschien Asterix in Italien (Band 37) am 19. Oktober 2017. Die Bände wurden anfangs von René Goscinny getextet und von Albert Uderzo gezeichnet. Nach dem Tod Goscinnys während der Arbeit an Asterix bei den Belgiern begann Uderzo auch die Texte zu schreiben.

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