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»Der Ritt auf dem Oktopus« ist erschienen

September 27, 2026
by Ruprecht Frieling
Humor, Mikrodramen, Prinz Rupi, Satire
1 Comment
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Neu: »Der Ritt auf dem Oktopus«

00 Oktopus CoverMit »Der Ritt auf dem Oktopus« erscheint rechtzeitig zur Frankfurter Buchmesse das neue Buch von Prinz Rupi. Auf 192 Seiten versammelt der Band groteske Geschichten über jene Momente, in denen der ganz normale Alltag plötzlich die Beherrschung verliert.

Eigentlich sind die Ausgangslagen harmlos: Eine kleinere Biotonne soll bestellt, eine Schrankwand gekauft, ein Restaurant besucht, eine Weinprobe überstanden oder eine Hochzeit gefeiert werden.

Doch dann beginnt das Unheil.

Behörden machen aus einer Mülltonne einen Verwaltungsakt von weltgeschichtlicher Bedeutung. Möbel entwickeln Eigenleben. Kunstfreunde entdecken Installationen, wo andere nur Feuerlöscher sehen. Gourmets philosophieren über Sellerie, Weinkenner hören Cello im Rotwein – und irgendwann entkommt ein gigantischer Oktopus seinem Aquarium und mischt sich höchstpersönlich in die öffentliche Ordnung ein.

Wenn der Alltag ins Rutschen gerät

Die Geschichten in »Der Ritt auf dem Oktopus« folgen einem einfachen Prinzip: Der Mensch versucht verzweifelt, Haltung zu bewahren, während ringsum längst alles aus den Fugen geraten ist. Genau darin liegt die Komik.

In »Der Amtsschimmel« genügt der Wunsch nach einer kleineren Biotonne, um einen Strudel aus Passwörtern, Formularen, Eigentümerzustimmungen und Vorgangsnummern auszulösen. Am Ende steht wieder eine große Tonne vor der Tür – und die Erkenntnis, dass der eigentliche Gegner nicht die Behörde ist, sondern der Vorgang.

Im »Restaurant der inneren Einkehr« wird Essen zur Weltanschauung. Karotten werden erinnert, Sellerie behauptet sich selbst, Brot verlangt Haltung. Nach dem philosophisch aufgeladenen Menü erweist sich schließlich der Geruch von Currywurst und Pommes als nahezu metaphysische Erlösung.

Auch Literaturbetrieb, Kunstwelt, Hotellerie, Erbschaft und Weinprobe bleiben nicht verschont.

Und dann kommt der Oktopus.

Lesung »Der Ritt auf dem Oktopus«

Die Texte des Buches »Der Ritt auf dem Oktopus« wurden vorab in dutzenden Lesungen vorgestellt und getestet

Bissig, bildstark und erschreckend vertraut

»Der Ritt auf dem Oktopus« handelt von Bürokraten und Bildungsbürgern, Gourmets und Kunstkennern, Erben, Hotelgästen und Feiernden.
Vor allem aber handelt das Buch von uns allen.

Denn die dünne Haut der Zivilisation bekommt erstaunlich schnell Risse, sobald etwas nicht so läuft wie vorgesehen.

Der Klappentext bringt es auf die einfache Formel: Je verzweifelter der Mensch versucht, Haltung zu bewahren, desto komischer wird es. Bissig, bildstark, respektlos – und gelegentlich unangenehm nah an der Wirklichkeit. Ein Buch für Menschen, die über andere und vor allem über sich selbst lachen können.

Für nur 10 Euro lesen und Kultur fördern

Prinz Rupi: »Der Ritt auf dem Oktopus«
192 Seiten, € 10,00
Frei Haus lieferbar:
https://www.amazon.de/dp/B0HKHL11R8

Sämtliche Erlöse fließen in die gemeinnützige Prinz-Rupi-Kulturstiftung.

Immer einen Tentakel weiter!

Kostenlose Leseprobe ( HIER bitte klicken)

Werbeplakat »Der Ritt auf dem Oktopus«

»Der Ritt auf dem Oktopus« schenkt niveauvollen Menschen, die gern lachen, 192 Seiten Lesespaß.

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Mama Lauda im Heustadel – Hochzeit im Idyll

Juni 02, 2025
by Ruprecht Frieling
Mikrodramen, Satire
8 Comments
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Alphornspieler blasen Weisen,

Alphornspieler blasen Weisen, die wie die Ouvertüre zu einem Epos über Reinheit, Heu und Heimatliebe klingen.

Mama Lauda im Heustadel

Ein Hochzeitsfest im ländlichen Idyll

Von Prinz Rupi

Wird man als vermeintlich kultivierter Mensch aus Berlin – Großstadtgourmet mit Opernabo, Kulturticket und einem latenten Restglauben an die Zivilisation – zu einer Hochzeit in bajuwarische Gefilde eingeladen, nimmt man das zunächst interessiert und gönnerhaft hin. – Eine Hochzeit in Oberbayern? Jo mei, das wird sicher zünftig. Man stellt sich auf Dirndl, Deko aus Zirbenholz, Edelweiß und einen gepflegten Veltliner im Sonnenuntergang ein. HIER geht es weiter →

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Hurra! Es gibt wieder Klopapier!

Mai 10, 2020
by Ruprecht Frieling
Corona, Klopapier, Satire
2 Comments
klopapier stuttmann

Klaus Stuttmann, einer der besten zeitgenössischen deutschen Karikaturisten, bringt das vermeintliche Ende der Corona-Krise auf den Punkt: Es gibt wieder Toilettenpapier!

Hurra! Es gibt wieder Klopapier!

Von Prinz Rupi

Hurra! Es regnet wieder Klopapier. Turmhoch stapeln sich in den Regalen der Supermärkte die weißen Rollen. Damit wird deutlich: Das mordlustige Corona-Virus hat sich augenscheinlich zurückgezogen. Das böse Virus hat sich vielleicht sogar ergeben oder belauert das Geschehen aus den Augen der Infizierten. Doch wen interessiert jetzt noch ein unsichtbares Virus? Wir sind Deutschland. Wir haben wieder Arschtapete im Überfluss. HIER geht es weiter →

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Kino: PARASITE bietet grandiose Satire

Februar 10, 2020
by Ruprecht Frieling
Film, Humor, Oscar, Satire, Schwarzer Humor
0 Comment
Parasite Filmszene

Bettelarm aber glücklich: Familie Kim haust im Slum und ernährt sich von Gelegenheitsarbeiten  (Darsteller: Kang-ho Song, Hye-jin Jang, Woo-sik Choi, and So-dam Park)

Von armen und reichen Parasiten

»Parasite« von Regisseur Bong Joon-ho schildert die extremen Klassenunterschiede zwischen den Bettelarmen und den Superreichen Südkoreas in einer krassen Komödie, die sämtliche Genregrenzen sprengt und zugleich auch Krimi und Tragödie ist.

Völlig zurecht wurde der Spielfilm mit Preisen überhäuft sowie mit der Goldenen Palme von Cannes und dem Oscar 2020 für die beste fremdsprachige Produktion ausgezeichnet. HIER geht es weiter →

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JOJO RABBIT – Kann man über Hitler lachen?

Januar 24, 2020
by Ruprecht Frieling
Film, Humor, Oscar, Satire
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Jojo Rabbit

Mit dem imaginären Übervater Adolf Hitler an der Seite versucht Hitlerjunge JOJO seine Altersgenossen und Ausbilder von seinem Mut zu überzeugen

Die Filmkomödie JOJO RABBIT stürmt nach den amerikanischen die deutschen Lichtspielhäuser. Sechs Nominierungen für den Oscar, zahlreiche Auszeichnungen und eine jubelnde Presse begleiten den Kinostart. Ruprecht Frieling ist sich allerdings unsicher, ob man über die große »Hitler-Verarsche« wirklich lachen kann.

HIER geht es weiter →

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Die Kuh im Propeller: Ritsch – Ratsch! Weg war sie

Dezember 14, 2019
by Ruprecht Frieling
absurdes Theater, Lesung, Rezitation, Satire
2 Comments
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Kuh im Propeller1

Kuh im Propeller © Prinz Rupi

»Die Kuh im Propeller« ist eine satirische Erzählung von Michail Soschtschenko aus dem Jahre 1923.  Sie war Kult in der versunkenen DDR. Prinz Rupi holt den herrlichen Text wieder aus der Versenkung hervor und präsentiert ihn im Video. HIER geht es weiter →

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Clash of Cultures oder: It´s a DaDa-World

Oktober 01, 2019
by Ruprecht Frieling
Clash of Cultures, Dada, Satire
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Wenn unterschiedliche Kulturen aufeinandertreffen und nicht miteinander reden (können), kann es schnell zum Zusammenprall kommen. Oder frei nach Brecht: Was ist ein Angriff auf eine Straßenbahn gegen einen Angriff auf einen Kontinent? 

Clash of Cultures oder: It´s a DaDa-World

Milch quillt in Honig und ein schillernder Salamander schnappt zu

Ein Sittengemälde von Ruprecht Frieling

An der einstigen Prachtstraße, die in die Stadt führte, wurde viel gebaut und gemacht. Das anno Tobak zur Parade von Pferden und Kutschen geschaffene großzügige Straßenbild entwickelte sich zur Durchfahrtsstraße. Die Fahrbahn prahlt in beiden Richtungen mit mehreren komfortablen Spuren. HIER geht es weiter →

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Angela Merkel kommt in den Himmel …

September 09, 2017
by Ruprecht Frieling
angela merkel, Satire, Wahlen, witze
3 Comments
Angela Merkel

Mit dem Steuerruder verwachsen: Angela Merkel • Foto © Ruprecht Frieling

Angela Merkel kommt in den Himmel. An der Rezeption begrüßt Petrus den hohen Gast: »Herzlich willkommen, Frau Ex-Bundeskanzlerin. Möchten Sie in den Himmel oder in die Hölle einziehen?«  HIER geht es weiter →

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Ich will keine Armbanduhren, ich will endlich wieder Sex!

Juli 01, 2011
by Ruprecht Frieling
Humor, Satire, Sex
0 Comment
Three lovers Getty

Wie fanden sich eigentlich Sexpartner vor der Erfindung des Internets? Der französische Maler Théodore Géricault (1791 – 1824) schien es zu wissen. Repro: Digital image courtesy of the Getty’s Open Content Program

Seit 40 Jahren nutze ich einen E-Mail-Account, der mir stets zuverlässig das bescherte, wovon ich kaum zu träumen wagte: Sex, Sex, und immer wieder Sex. Waren es üppige Sekretärinnen, die mich bedienen wollten oder blutjunge Lolitas, denen ich es „richtig“ besorgen sollte: Selbst in den Pionierzeiten des elektronischen Briefverkehrs, und ich spreche über eine Zeit, die lange vor der Erfindung des World Wide Web lag, wurde mein Elektrobriefkasten stets mit hüllenlosem Sex, dem digitalen Grundnahrungsmittel Nummer Eins, versorgt.

Lotusblumen aus aller Welt

In der Pionierzeit des Mediums waren es heiße Amerikanerinnen mit Furcht einflößenden Riesenbrüsten, die mich begehrten. Sie schlugen anfangs per Wort, später per Bild und dann per Film in meinem AOL-Postfach auf. Jedes Mal, wenn eine Stimme »You got Mail« aus dem Off krächzte (später übersetzte sie ihren Lockruf in »Sie haben Post«), traten mir Schweißperlen auf die Stirn, denn ich wusste: Sie riefen mich, und sie wollten mich wiedersehen!

Lichtjahre später kamen Botschaften von zierlichen Kindfrauen aus Asien. Die offerierten ihre Dienste auch gern im Duo oder gleich als Großfamilie. Die bienenfleißigen Lotusblumen wurden wiederum von kräftigen Körpern mit osteuropäischen Namen verdrängt, deren Triebhaftigkeit wie Peitschenknall in meinem Postfach widerhallte: Olga, Tamara und Natascha suchten mich.

Die Damen müssen in der kalten Heimat ihre Meister gefunden haben. Denn nun meldeten sich junge deutsche Frauen, die mich sofort und auf der Stelle vernaschen wollten. Susi, Sabine und Simone wussten genau, wo gerade mein Laptop stand. Tippte ich meine Artikel in Berlin, winkten sie aus der Uckermark, textete ich in Dresden, stöhnten sie aus der Sächsischen Schweiz. Sie pirschten näher, ich fühlte mich wie ein Kaninchen in der Falle: Die Jägerinnen umkreisten mich.

Geile Frauen aus der Nachbarschaft

Bald streckten »Geile Frauen aus der Nachbarschaft« ihre lackierten Fingernägel nach mir aus. Ihre hemmungslosen Näherungsversuche erinnerten mich an Berichte aus der Nachkriegszeit, als fast alle Männer im Feld um zweifelhafte Ehren kämpften und jedes noch so kleine Schwänzchen in der Heimat heiß begehrt war. Es brodelte um mich herum, es knisterte und zischte, und ich erwog einen heimlichen Umzug in eine unbehauste Gegend.

Ging ich fortan zum Briefkasten, zum Bäcker oder zum Zeitungsmann, dann schaute ich mich vorsichtig um, ob vielleicht irgendeine rattenscharfe Renate aus dem Nebenhaus spritzte, um sich auf mich zu stürzen. Nach Sonnenuntergang verriegelte ich Fenster und Türen meines Palastes und schloss blickdichte Vorhänge, um vor den lüsternen Blicken der notgeilen Brut geschützt zu sein. Sogar meine Autofenster ließ ich für teures Geld mit undurchsichtigen Folien verkleiden, damit ich unerkannt die Garage verlassen und zum Zahnarzt fahren konnte.

Onkel Wumba Cover kleinDas waren noch goldene Zeiten, als Onkel Wumba aus Kalumba überschüssige Millionen offerierte. Ich war seinerzeit so tief ergriffen von seiner Selbstlosigkeit, dass ich ihm sogar ein Buch widmete. Und lang, lang ist´s her, dass der Viagra-Mann und seine eifrigen Assistenten an meine Tür pochten, um meinen Schniepel mit Wunderpillen und Zauberkraft auf Gardemaß zu bringen. Diese Herren waren echte Gentlemen und kümmerten sich um mich und meine Defizite im Säckel und Slip.

Armbanduhren statt Sex

Jahre sind ins Land gezogen. Viele Weggefährten sind alt, krumm und grau geworden. Nur ich bin so jung und knackig wie immer. »Forever Young« steht auf meiner digitalen Pforte, doch Hoppla: Plötzlich kommen keine Mädels mehr und wollen mich auf ihre virtuellen Lotterbetten locken.

Statt mit spitzem Frischfleisch werde ich seit geraumer Zeit mit gleißenden Chronometern überhäuft. Edel-Zeitmesser werden in Hülle und Fülle offeriert. Ein »Reiches Sortiment von feinen Armbanduhren, die den populärsten Brandartikeln gleich sind« und »Kopien von Zeitmessern: »genaue Zeitrechnung und Fine aussehen« (was immer das ganz genau bedeuten soll) werden mir angetragen. Ob die Spammer mein Baujahr überprüft haben und darauf ihre Angebote abstimmen? Ausgeschlossen ist es nicht, schließlich stehen wir alle splitternackt im Netz.

Dann wüssten sie aber auch, dass ich es hasse, Uhren zu tragen: Chronometer drücken, sind lästig, klappern und erinnern unerbittlich an die verrinnende Zeit. Dafür Geld auszugeben, käme mir nie in den Sinn, jedes Handy bietet einen Zeitmesser, der mir genügt.

Ich will endlich wieder Sex

So klage ich mein Leid in den digitalen Raum, benenne laut die ungerechte Behandlung, und es meldet sich eine Leidensgenossin. Sie bekommt ständig Post von willigen jungen Mädchen, hat aber noch nie eine Uhr angeboten bekommen: „»Warum werden mir immer `geile Hausfrauen´, `willige Blondinen´ oder `stöhnende F*ckweiber´ angeboten«, schreibt sie, »„ich habe daran wirklich keinen Bedarf. Trage aber Armbanduhren. Vielleicht sollten wir die Accounts tauschen?“«

»Zeiten ändern sich, und wir werden in ihnen geändert« heißt es so schön. Oder, um bei diesem delikaten Thema den Bildungsbürger heraushängen zu lassen: »Tempora mutantur, nos et mutamur in illis«. Jetzt weiß ich, wie das verstanden sein will: Ja, Baby, lass uns schnell die Accounts tauschen. Ich will keine Armbanduhren. Ich will endlich wieder SEX!

 

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