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Der Schmetterling (Ein DaDaDrama)

August 05, 2010
by Ruprecht Frieling
absurd, Dada, Das dosierte Leben, Hochlyrik, Jochen König, Prinz Rupi, Ruprecht Frieling, Surreal
51 Comments

Das Avant-Avantgarde-Magazin Das Dosierte Leben rief seinen „inneren Zirkel“ auf, die Zeitschrift auf dem entspannenden Weg zum Schmetterling zu begleiten und eine Kleinigkeit zum Stichwort Metamorphose beizusteuern.

Als getreuer Innerzirklist
eilte ich darauf umgehend in den Palastgarten, um mir ein paar hochlyrische Zeilen abzuringen. Dort wurde ich von einem freundlichen Tagpfauenauge begrüßt, das sich am Sommerflieder delektierte und dabei ablichten ließ.

Die auf einen Zeitungsrand gekrakelte Ode wurde umgehend vom prinzlichen Postamt an den herausgebenden König der Dosen per Elektrobrief gesandt. Seine Prächtigkeit stopfte die epochalen Verse mit einem »Manifest der Arroganz«, einer Prise New Rave-Kultur und einem Quantum Dosenrevival in sein neuestes Heft, das PENG! auf meinem Tisch landete.

Dieses abwechslungsreiche, kreativ gestaltete und jedem Freund von Dada und Absurdem ans Herz gelegte Heft wiederum motivierte mich, meine gereimte Apokalypse eines Schmetterlings ausserdem noch auf meinen Tuben-Kanal zu stellen..


Das Dosierte Leben • Avant-Avantgarde-Magazin
15. Jahrgang • Ausgabe 83 • € 6,12
c/o Jochen König • Dr.-Weiss-Strasse 3/5 • 69412 Ebersbach

 

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Über den Verfasser
Ruprecht Frieling aka Prinz Rupi schreibt seit einem halben Jahrhundert Bücher und schwimmt dabei vergnügt gegen den Strom.
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51 Comments
  1. donaufisch 5. August 2010 at 11:34 Antworten

    „Ding“ heißt bei den Schwaben „Deng“
    Deshalb frag ich: Heißt „Feng“ „Fing“
    Und wenn ja – was ist das?

  2. Frieling 5. August 2010 at 11:48 Antworten

    Fing, Feng, Fang sind die reizenden Geschwister von Ding, Deng, Dong, verehrter Donaufisch.

    Mal im Ernst: „ein böser Feng“ steht umgangssprachlich für „böser Geist“ und stammt vermutlich aus dem Chinesischen (feng = 風 = Wind).

  3. donaufisch 5. August 2010 at 12:44 Antworten

    Verstehe. Deshalb 風水 / 风水, oder auf gut Schwäbisch: Fäng Schuii: Man lernt doch nie aus.

  4. Frieling 5. August 2010 at 12:50 Antworten

    Yep! Wind und Wasser.

  5. Tara-Anne 5. August 2010 at 15:02 Antworten

    danke, lieber Prinz,
    deine Farfalle-Multimediashow hat mir das erste spontane Lächeln seit Wochen entlockt.
    wirklich toll gemacht!

    Zu den Schmetterlingsmetamorphosen habe ich ja ein besonderes Verhältnis, da könnte dir mein „Metamorphes Raupenjazz“ ganz gut gefallen,und du kannst dem umfangreichen Strauß an Gutem, dass dein Gedicht bewirkt noch einen therapeutischen Nutzen hinzufügen. Mich hat er zum ersten unjammerigen Blogeintrag seit Wochen inspiriert.

    dadadadanke
    Anne

  6. Frieling 5. August 2010 at 15:20 Antworten

    Das finde ich wirklich wunderbar, liebe Anne! Ich bin auch durch ein antriebsarmes halbes Jahr geirrt, und habe mich erst vor kurzem zum Weiterbloggen aufgerafft.

    Kann man dann wieder über seinen eigenen Unsinn lachen und verführt damit sogar noch andere zum Lächeln, dann steht die Sonne wieder am richtigen Fleck und strahlt vom Himmel.

    Das ist wohl das Schönste, was Dada bewirken kann.

  7. Brunopolik 5. August 2010 at 17:51 Antworten

    Jochen König vom Dosierten Leben hat Dich endgültig nach Blogsdorf zurückgeholt? Dort wirst Du nämlich schon sehr vermisst. Da ich ebenso zum Inneren Zirkel dieses Erz-Dadaisten gehöre, erhielt auch ich eine Einladung. Meine Arbeiten (Podcast von LillY) „Schmetterlingszeit“ nach Deinem „Havelstrand-Gedicht“ – teilweise noch in meinem Blog „andere Poetry“ zu lesen – beschäftigten sich leider nicht mit „Verpuppung“ und passten damit nicht in Jochens – schon 83. Ausgabe – seines wunderbaren DADA-Magazins, die ich wieder sehr gelungen finde. Toll, dass Du sie in Deinen Blog gestellt hast.

  8. Rolline 5. August 2010 at 16:11 Antworten

    der erste Link „das dosierte Leben“ geht nicht ( Seite existiert nicht).

    Danke für dein Deng-Feng-Peng, es hat mir ein Lächeln gezaubert 🙂

  9. Frieling 5. August 2010 at 16:18 Antworten

    Danke für deine Aufmerksamkeit, Rolline! Da fehlte doch noch eine kleine Dosis Code. Jetzt linkt es …

    Ja, diese Donaufische wollen immer alles ganz genau wissen. Dabei war ich doch krank, als wir Chinesisch in der Schule hatten …

    😉

  10. Rolline 5. August 2010 at 17:49 Antworten

    Das kommt weil ich immer so neugierig bin :))

    Ach, das ist Chinesisch, ich wusste garnicht, dass ich chinesisch kann 😉

  11. Frieling 5. August 2010 at 19:44 Antworten

    Toll, jetzt sind wir hier schon zwei dosierte „Innerzirklisten“, lieber Horst! Ich mag Königs Dosis, die Hefte sind Oasen in der aktuellen Bleiwüste, und ich mache da gern in ganz bescheidenem Umfang mit, weil er offen, schrill und schräg ist und Kreativität herausfordert.

    2008 hast du „Das Dosierte Leben“ in einem hoch informativen Blogbeitrag auf meinem Literaturzeitschrift.Blog gewürdigt und dabei auch auf die urkomischen Polyesterfragmente von Gunter Wessalowski hingewiesen. Ich kann nur jedem empfehlen, deinen Beitrag dort anzusehen und werde ihn gleich mal oben verlinken.

  12. Literaturzeitschrift.de 5. August 2010 at 19:51 Antworten

    Polyesterfragmente II – Cartoons aus der Dada-Küche
    Da gibt es einen Jochen König und seine frisch angetraute Frau Ágota in Mannheim, echte Dadaisten die Beiden, von denen Jochen schon seit mehr als zehn Jahren in bisher über fünfzig Ausgaben ein Dadamagazin herausgibt, was er „Das Dosierte Leben“ nennt…

  13. Frieling 5. August 2010 at 19:54 Antworten

    Klar kannst du Chinesisch!

    Du hast doch Google …

  14. Spieler7 5. August 2010 at 20:37 Antworten

    Respekt, Herr Prinz und da capo!

    Schön, dass du hier wieder auf Touren kommst.

  15. Frieling 5. August 2010 at 20:52 Antworten

    Wie es so ist, wenn ein Elefant ins Traben kommt …

  16. Spieler7 5. August 2010 at 20:56 Antworten

    So dick bist du nun auch wieder nicht!

  17. Frieling 5. August 2010 at 20:57 Antworten

    Ich bin gertenschlank … (wenn ich vor einem Zerrspiegel stehe)

  18. CaptainCook 5. August 2010 at 22:24 Antworten

    Peng, Deng, ist doch egal… denk nur an die Dree Chenesen met dem Kentrebeß :))

  19. Frieling 5. August 2010 at 22:26 Antworten

    Genau, Captain, die drei konnten nicht nur Chinesisch sondern auch Kontrabaß!
    😉

  20. CaptainCook 5. August 2010 at 22:42 Antworten

    Serenade für drei Kontrabässe in Ming Dur :>>

  21. CaptainCook 5. August 2010 at 22:43 Antworten

    Ich kann dich mal in Mandarin unterrichten, das mit dem Schälen klappt schon ganz gut bei mir :))

  22. greatmum 5. August 2010 at 23:19 Antworten

    Er möchte auch mit

    Gehostet von directupload.net
    klick mich groß

  23. Rolline 6. August 2010 at 07:48 Antworten

    Aber bei Google sprechen die doch googlisch…

  24. Rolline 6. August 2010 at 07:48 Antworten

    :)) :)) :))
    Ja, dee kenne ech

  25. Frieling 6. August 2010 at 10:43 Antworten

    Das unglaubliche Drama vom Blumenkübel hat gestern Abend bereits den WDR erreicht. Wieder mal ein schönes Beispiel, wie schnell das Netz in der Lage ist, aus einer Mücke einen Elefanten zu machen! Dagegen hat das Schicksal eines Schmetterlings wenig Chancen.

  26. Frieling 6. August 2010 at 10:08 Antworten

    Pentatonisches Terzett für drei Konservendosen und einen Deckel :>>

  27. tara91 6. August 2010 at 10:12 Antworten

    wenn der Schmetterling nun noch den #Blumenkübel wieder zusammenflickt, ist das Sommerloch gestopft !

  28. Frieling 6. August 2010 at 10:16 Antworten

    Schönes Foto, ist wohl ein Brüderchen von meinem Falter. Weißt du zufällig, wie die Sorte heißt?

  29. Frieling 6. August 2010 at 10:45 Antworten

    … deshalb gibt es doch dort auch ein Übersetzer-Tool.

  30. tara91 6. August 2010 at 11:26 Antworten

    :)) ich hab davon tatsächlich auch erst vom WDR erfahren, weil mir gestern nicht so nach Zwitschern war … Aber dann musste ich mich natürlich doch nochmal einloggen.

    Wir sollten einen Schmetterlings-Flashmob verabreden !

  31. Rolline 6. August 2010 at 11:39 Antworten

    ach so, jetzt weiß ich, wozu das gut ist 😉

  32. Frieling 6. August 2010 at 11:43 Antworten

    Jau, der arme Flattermann hat ein Denkmal verdient …

  33. Frieling 6. August 2010 at 11:47 Antworten

    Versuch mal: kopiere das obige Schriftzeichen aus und befrage den googlionischen Übersetzer …

  34. Rolline 6. August 2010 at 13:31 Antworten

    Toll ich kann chinesisch= 哇,我可以中文 (=Wow, kann ich in China werden)

    Stimmt ich kann jetzt zu mindestens jetzt alles schreiben :))

  35. Frieling 6. August 2010 at 13:39 Antworten

    … und du kannst es dir vorlesen lassen und nachsprechen!

  36. Frieling 6. August 2010 at 13:49 Antworten

    Der WDR-Schnipsel ist inzwischen auch online zu bewundern: http://www.einslive.de/medien/html/1live/2010/08/05/wdr-aktuell-blumenkuebel.xml

  37. Rolline 6. August 2010 at 14:02 Antworten

    ich kenne aber keinen der chinesisch spricht…

  38. Frieling 6. August 2010 at 14:06 Antworten

    Doch, den kennst du: geh noch mal auf den Google-Übersetzer und klick auf den Lautsprecher vor dem übersetzen Satz (vorher Ton an!).

  39. riverjessie 6. August 2010 at 14:31 Antworten

    Ich bin zwar nicht gefragt, aber ich tippe mal auf Tagpfauenauge … ?
    In Rosensorten allerdings bin ich weniger bewandert 😉

  40. Frieling 6. August 2010 at 15:18 Antworten

    Super! Genau das ist er. Vielen Dank, Riverjessie. 🙂

  41. Rolline 6. August 2010 at 20:59 Antworten

    da ist kein Lautsprecher bei mir…

  42. Frieling 6. August 2010 at 21:07 Antworten

    google übersetzer

  43. Rolline 6. August 2010 at 21:58 Antworten

    :)) das habe ich auch für ein Zeichen gehalten…
    Nun bin ich schlauer…

  44. Frieling 6. August 2010 at 22:59 Antworten

    Uff!

  45. Rolline 7. August 2010 at 11:06 Antworten

    Ja es hat gedauert :))

  46. Merzmensch 7. August 2010 at 17:02 Antworten

    Sehr schönes existenzialistisches Gedicht!

    Das Dosierte Leben verfolge ich mit grosser Interesse. Ich denke, ich werde dahin auch was schicken.

  47. Frieling 7. August 2010 at 19:28 Antworten

    Danke schön für dein Lob!

    Du würdest ausgezeichnet in die Truppe der „Dosierten“ passen, mein Lieber. Momentan legt das Blatt eine kleine Verschnaufpause ein – deshalb das Thema Metamosphose -, um dann als noch prächtigerer Falter wieder aufzuerstehen.

  48. greatmum 8. August 2010 at 13:43 Antworten

    Ja, das ist ein Tagpfauenauge. Faszinierend ist, wenn er seine Flügel zu hat. Dann sieht er komplett anders aus

    Gehostet von directupload.net
    klick mich groß

    Hättest du da den gleichen Schmetterling dahinter vermutet? Die Schmetterlinge zeigten sich letztes Jahr zuhauf bei mir auf dem Balkon, aber dieses Jahr noch kein einziger 🙁

  49. Frieling 8. August 2010 at 15:27 Antworten

    Ich wusste nicht, wie der Schmetterling auf meinem Filmchen heißt, und ich war auch zu faul, danach zu suchen. Daher freut es mich, nun den Namen zu wissen.

    Wir haben einige davon im Garten, dieses Jahr erfreuen uns auch Zitronenfalter und weißliche Falter, ich nenne sie mal mangels Kenntnis Schneefalter.

    Es beschert viel Freude, diese Schmetterlinge zu beobachten, wie sie durch die Luft taumeln, sich fast unsichtbar zusammenfalten und mit ihren Riesen“augen“ bedrohlich wirken.

  50. Juliana88 10. Februar 2011 at 09:22 Antworten

    Wirklich nicht schlecht gelungen. Respekt.

  51. Pingback: 3220/17: Ly-La-Lyrik: „Der Schmetterling“ von Prinz Rupi | gesichtspunkte.de

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