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Die Ballade vom Blumenkübel

August 08, 2010
by Ruprecht Frieling
Blaubeerina, Blumenkübel, Hochlyrik, Prinz Rupi, Ruprecht Frieling
0 Comment


Deutschlands Nachwuchsstar Blaubeerina singt die Ballade vom Blumenkübel

Die Ballade vom Blumenkübel

Heimlich lauern böse Buben
Nachts vor dem Antoniusheim
Wo in klein karierten Stuben
Alte Leute schlafen fein.

Voller Arglist und mit Tücke
Greifen sie im Dunklen an:
Blumenkübel bricht in Stücke!
Und es fängt ein Drama an.

Denn der arme Blumenkübel
Haucht damit sein Leben aus,
Und die Quelle von dem Übel
Sitzt daheim und lacht ihn aus!

Blumenkübel ist jetzt tot
Neuenkirchen ist in Not!
Ach, wer brachte dieses Übel
Über einen Blumenkübel?

Tief erschüttert vom Geschehen
Zieht die Presse vor das Haus
Und beschreibt das Kampfgeschehen
Macht ne Kübel-Story draus.

Kurz darauf entfacht auf Twitter
Wo das Drama Wellen schlägt
„Blumenkübel“ ein Gewitter,
Das die Nachricht weiter trägt.

Bald rührt sich das Weltgewissen
Und es filmt der WDR
Springt empor vom Schlummerkissen
Breitet aus die Kübelmär.

Blumenkübel ist jetzt tot
Neuenkirchen ist in Not!
Ach, wer brachte dieses Übel
Über einen Blumenkübel?

Bürgerwehr und Staatsgewalt
Jagen die Täter ohne Rast
Und so sitzen sie wohl bald
In Neuenkirchen fest im Knast

Wollen wir die Kübel nutzen
Uns am Blumenschmuck erfreun
Müssen wir sie aktiv schützen
Blumenkübeln dankbar sein!

Blumenkübeln dankbar sein!
… dankbar sein …
… dankbar sein …

Autorin Krystyna Schawaller aka Sarna hat aus dem Thema einen lustigen kleinen Sketch entwickelt, den es bei freiem Eintritt täglich im KLEINEN BLOGTHEATER zu sehen gibt.

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No Comment
  1. tara91 8. August 2010 at 10:00 Antworten

    ACh wie gut, dass wir NICHT im Blumenkübelzeitalter geboren wurden 😉

  2. Rolline 8. August 2010 at 10:25 Antworten

    und ich habe es doch fast verpasst, da ich so selten auf Twitter bin 😉

  3. Frieling 8. August 2010 at 10:28 Antworten

    Ach wären wir doch im Blumenkübelzeitalter groß geworden!

  4. Frieling 8. August 2010 at 10:30 Antworten

    Du hattest ja auch genug mit dem Google-Übersetzer zu tun: 花桶 …

  5. tara91 8. August 2010 at 10:33 Antworten

    Hilfe – schon wieder Ohrwurmalarm….

  6. Frieling 8. August 2010 at 10:34 Antworten

    Du hast es provoziert, KillerQueen!

  7. donaufisch 8. August 2010 at 10:40 Antworten

    Frei solln alle Blümlein sein
    Sperrt sie nie in Kübel ein!
    Deshalb lob ich „Free the Flower“
    Diese Jungs, die haben Power.

  8. Frieling 8. August 2010 at 10:51 Antworten

    Blumenkinder und Piraten
    laufen glücklich durch den Garten
    setzen mutig Eins, Zwei, Drei
    endlich alle Blumen frei!

  9. Rolline 8. August 2010 at 10:51 Antworten

    *grööööhl* das stimmt :))

  10. Frieling 8. August 2010 at 10:52 Antworten

    😉 😉 😉

  11. donaufisch 8. August 2010 at 10:57 Antworten

    Rupi dichtet über Kübel
    Das Poem ist gar nicht übel
    klagt übers Antoniusheim
    Dort sperren Alte Blumen ein.

  12. Frieling 8. August 2010 at 11:03 Antworten

    Ja! Wer kübelt Blumen ein,
    der fährt ab ins Altenheim!
    Und die Blumenpolizei
    hilft gern dabei.

  13. donaufisch 8. August 2010 at 11:08 Antworten

    Das Leid der Blumen grämt zwar sehr
    Mir wirds ums Herz so bang und schwer
    Doch jetzt gibts Knödel mit viel Braten
    Das stärket mich für neue Taten.

  14. Frieling 8. August 2010 at 11:10 Antworten

    So feiere du in Saus und Braus
    genieße deinen Mittagsschmau
    ich werd derweil die Blumen hüten
    und weiterhin auf Versen brüten.

  15. tara91 8. August 2010 at 15:43 Antworten

    Ich kann nicht anders…….

  16. Frieling 8. August 2010 at 16:05 Antworten

    Wir sind alle Getriebene.

    Ach wären wir doch …

  17. CaptainCook 8. August 2010 at 18:12 Antworten

    Es war mal ein Pflänzchen, nicht klein
    Das wollte gefangen nicht sein
    Es sprengt seinen Topf
    doch packt man’s am Schopf
    und setzt’s in nen größeren rein.

  18. Frieling 8. August 2010 at 19:35 Antworten

    Ein Kübel vorm Antoniusheim
    der wollte gern in Freiheit sein.
    Er holte tief Luft
    verströmte dann Duft
    beendete sein Gefangenendasein.

  19. Niko 8. August 2010 at 19:42 Antworten

    Was habt ihr all mit Kübeln,
    ich fang schon an zu grübeln.
    Vielleicht ist euch nur übel,
    braucht ihr deshalb diesen Kübel?

    Chrm. Ja.

  20. CaptainCook 8. August 2010 at 19:44 Antworten

    Oho!

    Es war mal ein Kübel für Pflanzen
    Der wollte gern unbeschwert tanzen
    er schüttelte sich frei
    doch brach dabei entzwei
    das Grünzeug fressen jetzt die Wanzen

  21. Frieling 8. August 2010 at 19:51 Antworten

    Der Kübel hatte Antriebskraft
    und saust durch Zeit und Raum
    er schwimmt nicht gern im eigenen Saft
    erscheint uns nur im Traum.

  22. Frieling 8. August 2010 at 19:57 Antworten

    Es lebte zu München ein Koch
    der zauberte Suppe, die roch.
    Es schnippelte fein
    in `nen Kübel hinein
    bis die Brühe zum Rand heraus kroch.

  23. CaptainCook 8. August 2010 at 20:08 Antworten

    Kochst du einen Blumenkübel,
    wird den Gästen ganz leicht übel

    :))

  24. Frieling 8. August 2010 at 20:11 Antworten

    Yep, Mr Limerick! :wave:

  25. CaptainCook 8. August 2010 at 20:23 Antworten

    Aber mal im Ernst, als ich das zum ersten mal las von dem Blumenkübel dachte ich nur „HÄÄÄÄ?“ :))
    Aber gut, in diesen modernen Zeiten dauert eine weltweite Recherche ja nur Sekunden! Hach, was sind wir alle up to date! Na ja, bis auf einige wenige, die zwar rund um die Uhr online sind aber doch nicht den eigenen Tellerrand überblicken.

  26. Frieling 8. August 2010 at 20:26 Antworten

    Die Blumenkübel-Story und den Sturm im Netz fand ich amüsant. Vielleicht ist es gerade die Nichtigkeit, die Menschen noch von den Hockern reißt und zu ein klein wenig Kreativität ermuntert?

  27. CaptainCook 8. August 2010 at 20:30 Antworten

    Nichtigkeit ist so herrlich zwanglos, da fließen die kreativen Säfte völlig ungehindert :yes:

  28. Frieling 8. August 2010 at 20:32 Antworten

    In einer Zeit, in der Staudämme brechen, Bohrinseln explodieren und Wolkenkratzer zusammenfallen, kommt der Nichtigkeit eine besondere Bedeutung zu: bislang mussten wir uns mit dem Sack Reis behelfen, der in China gelegentlich umkippt. Jetzt haben wir unseren Blumenkübel!

  29. entegut 8. August 2010 at 20:49 Antworten

    das waren sicherlich max und moritz, diese schelme!

  30. Frieling 8. August 2010 at 20:51 Antworten

    … oder die Wiener Sängerknaben, die durch das Münsterland tourten?

  31. michaalb 8. August 2010 at 21:27 Antworten

    Aalso weisse, dat is eine echte Skandal. Ich hoff ja, dat se die bald habbe. Dat sin doch bestimmt Ausländer, ach nee – die heiße ja gezz „Mitbürga mit Mikrofonhintergrund“ oda so ähnlisch. Wie och imma: Nach Hause schicke oda direkt die Rübe ab! Kübel um Kübel – Rübe für Rübe.

    Dat musste doch ma jesacht sein.

  32. Frieling 8. August 2010 at 21:33 Antworten

    Jenau, Alder. Rübe ab oder inne Oofen mit de Saubackens. Allet ausländische Ausländer mit deutsche Perso. Solln die doch wieda wech gehen inne Heimat, wo die Blümekens wachsen, woll?

  33. michaalb 8. August 2010 at 21:49 Antworten

    Du sachstet! Mit Kübels fängtet an – und ruckizucki haun dir die uff die Schnauze, verticke Drogen und betreibe Prostuti.., Prostata.., na, schicke Hure uff die Straß.

  34. Frieling 8. August 2010 at 21:51 Antworten

    Jau, und allet wejen dieset Blumenkübelszeuchs.

  35. Dr Charlotte Maier 8. August 2010 at 22:19 Antworten

    Guten Abend,

    mein Name ist Dr. Charlotte Maier, ich bin Psychologin und arbeite im Innenministerium als Beraterin für Gewaltprävention.

    Ich habe Ihre Diskussion zufällig mitverfolgt und gebe Ihnen vollkommen recht: Blumenkübel sind die Wurzel allen Übels!

    Schon in meiner Doktorarbeit „Blumenkübel – die Wurzel allen Übels“ habe ich dies ausgiebig beleuchtet – leider ohne große Resonanz in der Öffentlichkeit.

    Sie erlauben mir doch, dass ich Ihre Blog-Kommentare an Herrn Schäuble weiterleite, als weiteren Beleg meiner Theorie?

    Wenn nicht, auch nicht schlimm, die Privatsphäre irgendwelcher Blogger kratzt uns im Innenministerium nicht die Bohne.

    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Charlotte Maier

  36. Frieling 8. August 2010 at 22:48 Antworten

    Sehr geehrte Frau Prof. Dr. Dr. Maier!

    Die Redaktion fühlt sich sehr geehrt durch Ihre Aufmerksamkeit und die Gunst Ihres Besuchs.

    Es wäre uns eine Ehre, sämtliche Einträge dieses Elektromagazins samt der zugehörigen Passworte, PINs, TANs usw. an Seine Duftigkeit, Sheriff Schäuble, aushändigen zu dürfen!

    Schließlich muss alles unternommen werden, um die Frevler dingfest zu machen.

  37. Dr Charlotte Maier 9. August 2010 at 00:16 Antworten

    Hochverehrter Herr Frieling,

    machen Sie sich bitte keine Umstände. Die entsprechenden Daten habe ich bereits gesichert. Als moderne Regierung muss man den Bürgern doch auch ein wenig Service bieten.

    Es reicht vollkommen aus, wenn Sie ein Formular zum Thema „Blumenkübel“ ausfüllen, das ich Ihnen umgehend zuschicken werde (Ihre Adresse ist mir ja bekannt).

    Ich danke Ihnen schon einmal für Ihre Hilfsbereitschaft im Kampf gegen die Kriminalität.

    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Charlotte Maier

    P.S.: Ich möchte Sie noch darum bitten, bei zukünftiger Korrespondenz bitte auf den „Prof.“ und den zweiten „Dr.“ zu verzichten, da mir diese Titel der renommierten Universität Wizebsk leider aberkannt wurden.

  38. Blaubeerina 9. August 2010 at 08:43 Antworten

    ‚Nachwuchs‘ klingt in dem Zusammenhang auch gut ^^

    Lieber Rupi,

    ich freue mich schon auf Deine nächste Text-Attacke 🙂

    Liebe Grüße,
    Blaubeerina

  39. Frieling 9. August 2010 at 09:07 Antworten

    Der Nachwuchs von heute wird morgen zum Star, und DU hast das Zeug dazu, Blaubeerina.

    Ich glaube an dich!

  40. DesBardenEnkel 9. August 2010 at 09:38 Antworten

    Vielleicht sollt ich auch mal Twittern, was mir so alles entgeht….
    Irgendwie fühl ich mich fatal an den Maschendrahtzaun erinnert….. vielleicht sollte man den Armen Blumenkübel mit einem solchen schützen?

  41. Frieling 9. August 2010 at 10:04 Antworten

    Maschendrahtzaun ist eine Superassoziation. Allerdings hatte damals das Böse ein Gesicht, hier sind es bislang unbekannte Schwerverbrecher, die das Idyll schändeten.
    😉

  42. kritischer-betrachter 9. August 2010 at 10:07 Antworten

    lol, Cooles Gedicht!

    Ich habe auf Twitter davon erfahren. War ganz entsetzt, irgendwie hat JEDER #blumenkübel getwittert.

    Ich hab mir dann mal alle neuen Tweets von #blumenkübel angesehen, waren zur Top-Zeit innerhalb von ein paar Minuten 172 Tweets gewesen.

    Mysteriös!

  43. Frieling 9. August 2010 at 10:10 Antworten

    Das ist wahrer Qualitätsjournalismus2.0!

  44. DesBardenEnkel 9. August 2010 at 10:12 Antworten

    Da hilft vielleicht nur noch Auswandern.
    Irgendwo hin, wo Blumenkübel noch frei und in Frieden leben können!
    Aber erst mach ich mit den Anonymen Unterkuschelten eine Pilgerreise zum Knuddelguru nach Indien. Vielleicht weiß der, wie man Blumenkübel schützen kann.
    Bin dann mal weg, ne? 😀 Man Knuddelt …. äh, liest sich! 😉

  45. Blaubeerina 9. August 2010 at 10:20 Antworten

    Dann kann jetzt goarnix mehr schiefgehen!
    Danke Dir @-%–

  46. literatenwelt 9. August 2010 at 11:03 Antworten

    Der geschändete Blumenkübel vor einem Altersheim in Westfalen
    und die schnelle mediale Verbreitung dieser Untat
    war natürlich der Renner im Sommerloch.

  47. sarna 9. August 2010 at 11:38 Antworten

    Alles samt allen Kommentatoren köstlich, köstlich, köstlich! Bravo Rupi, bravo Blaubeerina! Blumenkübel als eine Muse!
    Es leben, wachsen und blühen alle Blumenkübel!

  48. Frieling 9. August 2010 at 12:05 Antworten

    Was bleibt noch übrig, wenn das Loch Ness Monster seinen Auftritt verweigert?

  49. Frieling 9. August 2010 at 12:07 Antworten

    FlowerPower lebt!

    Du machst bestimmt gleich eine wundervolle Theaterposse daraus, liebe Sarna …

  50. Spieler7 9. August 2010 at 16:30 Antworten

    Welche Dramen sich bisweilen ereignen, ohne dass ich es mitbekomme, unglaublich!

    Kannst schon mal ein Plätzchen für den Pulitzer freiräumen…:)

  51. Frieling 9. August 2010 at 17:01 Antworten

    Die schlimmsten Ereignisse finden nachts oder im Münsterland statt …

  52. Spieler7 9. August 2010 at 17:57 Antworten

    Und manchmal beides zusammen!

  53. Frieling 9. August 2010 at 18:14 Antworten

    Aber nur bei Vollmond, wenn der Bischof von Münster in der Gestalt eines Werwolfs durch die Dörfer schleicht, um Blumenkübel umzustürzen!

  54. Spieler7 9. August 2010 at 19:00 Antworten

    Ich werd‘ den Mixa nach Münster abkommandieren, um den Sieg der satanischen Truppen sicherzustellen!

  55. Frieling 9. August 2010 at 19:08 Antworten

    Wir könnten auch die Wiedertäufer reanimieren, deren Käfige immer noch zur Abschreckung an der Münsteraner Lambertikirche am Prinzipalmarkt hängen.

  56. Spieler7 9. August 2010 at 19:16 Antworten

    Und ich könnte noch einen Zeugen Jehovas aufbieten, der hängt hier vormittags auch eher nutzlos herum!

  57. Frieling 9. August 2010 at 19:21 Antworten

    Prima! Mit der Bande gründen wir dann die „Kirche zum Heiligen Blumenkübel“ und beten einen Kübel an, in dem sich unser Gott reinkarniert hat!

  58. sarna 9. August 2010 at 20:38 Antworten

    Ja, Rupi! Fräulein Figurynka in Ekstase, im Blumengarten, mit einem Blumenkübel. WOW, welch für ein Motiv!!! Und Maestro Papione, ha, das muss noch noch überlegen…
    Blaue Blume???

  59. Frieling 9. August 2010 at 20:43 Antworten

    Liebe Charlotte (so darf ich Sie doch sicher ob unserer inhaltlichen Nähe nennen), bitte senden Sie mir doch umgehend noch 3.000 weitere „Blumenkübel“-Formulare zu, die ich besonders hartgesottenen Bloggen und Internetpiraten vorlegen werde.

    Ergebenster Diener
    Ihr Traumprinz

    PS. Einen deutschen Gruß an Blogwart Schäuble!

  60. literatenwelt 10. August 2010 at 06:27 Antworten

    Vielen Dank für Ihre Antwort. Sie werden es mir wohl kaum glauben,
    an das unbändige Monster vom Loch Ness habe ich in diesem Zusammenhang auch schon gedacht,

    und an entlaufene Krokodile, die in irgendwelchen Baggerseen verschwinden und in diesem traurigen Sommerloch einfach ihren „Dienst“ an der journalistischen Unterhaltungsfront schamlos verweigert haben.

    So musste nun mal ein betrunkener Blumenkübel im schönen Münsterland dran glauben, um das tief klaffende Sommerloch zu stopfen. 😉

  61. Frieling 10. August 2010 at 06:43 Antworten

    Das Gute daran ist, dass in China künftig weniger Säcke mit Reis umfallen müssen.

  62. literatenwelt 10. August 2010 at 11:03 Antworten

    Dabei war doch dieser Monster gewordene
    urige Baumstumpf immer für eine Schlagzeile wert.

    http://www.kewego.de/video/iLyROoaftGKS.html

    Doch in diesem Jahr
    war der geschändete Blumenkübel
    halt das kleinere Übel!

    Er wurde arg geschändet im jähen Sommerloch,
    dagegen war Nessie völlig machtlos doch.

  63. Holdastern 11. August 2010 at 15:21 Antworten

    Hallo Prinz Rupi, steckt hinter dieser Deiner Narretei nicht doch tierischer Ernst? Wofür steht die Zerstörung des Blumenkübels? Dein Lied wirft, wie ein Spiegel, auf die Gesellschaft ihr wahres Bild zurück: Naïve und rücksichtslose Oberflächlichkeit regieren die Welt.
    Wie Du außerdem richtig schreibst, stürzen sich die Menschen auf Nichtigkeiten. Ich schreibe dazu: … als hätten sie Angst, die wirklich heißen Themen anzufassen, kreativ zu verarbeiten und so eine fruchtbare Diskussion und Reaktion hervorzurufen.

    Außerdem liefern die Kommentare uns gratis die Themen, über die wir wirklich schreiben sollten: Ausländerfeindlichkeit, Zerstörungssucht, fehlgeleitete Spiritualität, Medienkonsum … was wurde nicht alles bemüht. Ich fand sie fast interessant zu lesen.

    Gut, halten wir weiterhin Ausschau nach Nichtigkeiten! 😀

    Liebe Grüße,
    Holdastern

  64. Frieling 12. August 2010 at 10:40 Antworten

    Liebe Holdastern,

    manchmal sind es auch Blumen am Wegesrand, an denen wir uns erfreuen. Ansonsten hast du natürlich Recht, aber ist es nicht auch so, dass sich der Ernst des Lebens mit Humor besser ertragen lässt?

  65. Holdastern 13. August 2010 at 14:14 Antworten

    Oh ja, die echten Narren und manche Karnevalisten machen uns genau das auch vor. Und manch ein Schreiberling ebenfalls.

    Sogar ich (als „Laie“) habe schon versucht auf humorvolle Weise zum Beispiel über die Armut zu schreiben. Ich habe allerdings festgestellt, dass gerade bei den jungen Menschen, die mehr mit der Armut konfrontiert sein werden als meine Generation, das Echo so gut wie null war. Lag es am Genre oder doch nur daran, dass viele junge Menschen sich noch nicht bewusst sind, was auf viele von ihnen zukommen wird?

    Allgemein glaube ich, dass nur Menschen mit einer gewissen Lebenserfahrung tiefgründigen Humor deuten und verstehen können.

    Mir fallen da auch verschiedene Rapper ein, die durchaus ernste Themen in ihren „Songs“ artikulieren. Aber wer in ihrem Publikum kriegt das eigentlich mit?
    Nun ja, es ist wohl was an dem Gleichnis mit dem Sämann dran. Fast könnte man sagen, dass diese jüdische Geschichte eine Menge Galgenhumor besitzt.

    Und den Trick mit der Nichtigkeit, um eine Reaktion beim Publikum zu wecken, werde ich im Hinterstübchen behalten.

    Ach ja, die Blumen … Ich bin heute durch meterhohen Maïs gelaufen, über mir türmten sich die Wolken, weit und breit kein Mensch, kein Traktor, nur das Rauschen des Windes in den Halmen, diese majestätische weißblaue Kuppel über mir und ich mittendrin. Wow!

    Liebe Grüße,
    Holdastern

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