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Der Fußballer, der lahmt

Juli 06, 2010
by Ruprecht Frieling
Fußball, sport, Weltmeisterschaft, wilhelm ruprecht frieling
0 Comment

Leibesübungen schreckten mich schon in jungen Jahren ab. Lieber bewege ich mich genussvoll im Schildkrötentempo und reime Sport auf Mord. Denn damit lässt sich bequem leben. Fatal und mitunter peinlich ist jedoch, wenn ich Namen, Zahlen und Ereignisse verquirle und vergesse. Das sind die grauen Schatten des Älterwerdens. Besonders eingefleischte Sportfans reagieren komisch, wenn ich unvorsichtig genug bin, an ihren Fachsimpeleien teilzunehmen und dabei Müll erzähle.

Um mich in bewegten Fußballzeiten nicht als unfähigen Trottel dastehen zu lassen, schult die Frau an meiner Seite mein Namensgedächtnis. Mit ausgefeilten Mitteln und Methoden der weiblichen Pädagogik versucht sie, mich anzutreiben und meine kleinen grauen Zellen zu trainieren. Dabei nutzt sie aktuelle Ereignisse wie die Fußballweltmeisterschaft.

Leider bin ich an diesem Thema kaum interessiert. Entsprechend freudlos leiere ich Namen von Fußballern der deutschen Nationalmannschaft herunter und platze fast vor Stolz, dass ich wenigstens einige auf die Reihe bekomme: „Klose – Mertesacker – Schweinsteiger“.

Bastian Schweinsteiger ist dabei mein besonderer Liebling,
weil ich mir seinen Namen leicht merken kann. Andere Spieler tragen deutsche Allerweltsnamen: „Friedrich – – – Müller“, oder war es Schneider, der Mittelfeldspieler der WM 2006? Egal. Hauptsache, Müller stimmt.

Uff! Fünf Namen habe ich bereits zusammen. Ich finde das viel und hoffe, mir diese Spieler ein paar Tage lang, wenigstens bis zum Ende der Meisterschaft, merken zu können. Doch statt des erwarteten Lobs und herzlicher Liebkosung hagelt es Tadel: „Das sind erst fünf Namen. Gib dir mehr Mühe!“

Podolski läuft mir noch über den geistigen Rasen, dann ist endgültig Schluss. Jetzt sind es immerhin schon sechs Namen. Doch da winkt ein Licht am Ende des Tunnels: die Eselsbrücke als geniale Gedankenstütze der Spracharchitektur hilft weiter. „Wie heißt der Kleine, der hinkt“, lockt die Trainerin, und spontan fällt mir ein weiterer Name ein: „Das ist Lahm! Der Mann heißt Lahm. Philipp Lahm!“

Auf diese Art und Weise lerne ich mühsam die Spielernamen der deutschen Elf auswendig. Damit bin ich gewappnet, falls mich jemand aktuell auf die Weltmeisterschaft anspricht. Das scheint mir allerdings schwer vorstellbar, denn das Wenige, was ich vom Fußball weiß, ist in dürren Worten zusammengefasst: Zehn Leute jagen einem Lederball hinterher und rempeln dabei gegnerische Spieler, bringen sie zu Fall, behindern, sperren und foulen sie. Ein elfter Kerl steht in einer Art großer Korbfalle, rennt bullig hin und her, und versucht auf diese Weise zu verhindern, dass der Ball in sein Netz rollt. Hält er das Leder nicht, brüllen alle Zuschauer „Tooooor!“, tröten, ratschen, hupen, schwenken Nationalflaggen und verschütten Bier.

Natürlich weiß ich, dass jeder einzelne Spieler sehr viel mehr kann
als Salto schlagen und Gras fressen: neben dem Gedächtnistraining unterrichtet mich meine Traumzauberfee in Strategie und Taktik, und ich verstehe bereits ansatzweise, welchen Mustern eine Mannschaft folgt. Wenn es so weiter geht, ziehe ich ernsthaft in Erwägung, zum Public Viewing oder auf eine Fanmeile zu gehen. Ich kenne schließlich die Namen der Hauptdarsteller, und das ist mehr, als ich von mancher Theateraufführung, die ich besucht habe, sagen kann.

Ausgesprochen gemein finde ich in diesem Zusammenhang
, dass wichtige Spieler ständig ausgewechselt werden. Als ich auf die Frage nach dem Torhüter wie aus der Pistole geschossen „Oliver Kahn“ sage, trifft mich ein wehmütiges Lächeln. „Den hast du vor vier Jahren auswendig gelernt, aber der spielt nicht mehr mit.“ Dumm gelaufen. „Dann ist es vielleicht Lehmann“? Abseits! Herr Lehmann hat sich zur Ruhe gesetzt.

Ich blinzele in den Fernseher
und sehe ein gelbes Männlein im Tor, das sich unerschrocken den Bällen der gegnerischen Mannschaft entgegen wirft. Kahn ist das nicht, der sitzt in einem Glaskasten und schaut zu. Das ist ein für mich Neuer, und er heißt zu allem Überfluss genau so: Manuel Neuer!

Als die Stadionkamera ins Publikum schwenkt, kommt mir ein Gesicht bekannt vor. „Ballack, da sitzt Ballack,“ trompete ich stolz. Seinen Namen hatte ich mir bei der letzten WM eingetrichtert, um glänzen zu können; leider spielt der Mann diesmal nicht mit. Ein Spieler namens Boateng hat ihm übel mitgespielt und seinen Knöchel lädiert. Boateng? Dieser geheimnisvolle Name taucht gleich in zwei WM-Mannschaften auf! Wie soll ich die Boateng Brothers jemals auseinander halten, und wer von ihnen tat Ballack Böses?

Muss ich mir überhaupt Namen wie „Boateng“ und „Cacau“ merken?
Lohnt sich das? Bis zur nächsten WM in vier Jahren werden die doch bestimmt ebenfalls ausgewechselt, und dann stehe ich mit meinem Halbwissen so dumm da wie zuvor. Nur Miroslav Klose betrachte ich in diesem Zusammenhang als alten Kumpan, der mir beständig die Treue hält.

Für mein schlechtes Gedächtnis wäre es jedenfalls optimal, die Spieler nur noch langfristig einzusetzen. Dann könnte ich mit Namen punkten und würde locker elf zusammen bekommen. Nützlich wäre auch, wenn die Spieler nicht beliebig austauschbar wären sondern eigene Persönlichkeiten entwickelten. Ein lustiger Kerl wie der aus dem damaligen Jugoslawien stammende Torwart Radi Radenkovic ist mir allein deshalb in Erinnerung geblieben, weil er mit seinem Schlager „Bin i Radi, bin i König“ meine Jugend begleitete.

Auch der seinerzeit umjubelte Mittelstürmer Uwe Seeler und Brasiliens Fußballgott Pelé, der immerhin dreimal Weltmeister war, haben sich in meine Festplatte eingebrannt, und ich erkenne Ex-Superstar Diego Maradona. Die „Hand Gottes“ steht zwar inzwischen gebrochen am Rand und würde am liebsten selbst aufs Spielfeld laufen, aber ich erinnere seinen Namen. So freue ich mich, dass mein durchlöchertes Gedächtnis wenigstens ein paar wichtige Fußballernamen ausspuckt, darunter den Spieler, der (namentlich) hinkt.

Im Nachtschlaf wälze ich mich schweißnass in weichen Kissen
und fiebere von König Fußball und seinen Mannen. Da hinkt ein kleiner Mann im schwarzen Trikot mit seinem Ball direkt auf mich zu. Ist das Seeler, ist es Pelé oder gar Maradona? Himmel, wer ist denn dieser blonde Junge? Schon kommt er näher, aus Traumnebeln löst sich ein Name, und es sprudelt aus den tiefsten Katakomben meines Erinnerungsvermögens: „Das ist Lahm. Lahm! Phillip Lahm!!“

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No Comment
  1. Spieler7 6. Juli 2010 at 17:00 Antworten

    Bei dir ist auch das Langzeitgedächtnis in Mitleidenschaft gezogen, mein Lieber! Radi war nämlich mitnichten ein „Bayern-Torwart“, sondern im Gegentum von den verfeindeten Turnern vom TSV 1860. Der echte Bayern Torwart Maier reagierte damals auf den Skandal-Song mit dem legendären Spruch: „Bin i Radi, bin i Depp, König ist der Maier Sepp!“ :yes:

    Ansonsten: „Gut geschrieben“, „Lustig!“, „Mehr davon!“, „Hilfreich“ etc. …;)

  2. Manulan 6. Juli 2010 at 17:24 Antworten

    Du bist unmotiviert weil ein Lernerfolg weder positive noch negative Sanktion zur Folge hätte.
    Ich habe ein ähnliches Problem: Ich lebe in eine Stadt mit Bundesligaverein der nicht selten auch an Spätnachmittagen und Abenden während der Woche spielt (internationale Wettbewerbe halt).
    Früher ignorierte ich diese Termine , war einer der wenigen Einwohner die sie nicht kannten (kennen wollten). Das hat sich geändert denn: Nichtwissen wird mit einer 30km Fahrt stehend in einem mit Fussballfans vollgepferchtem Regionalexpress bestraft. Üble Gerüche und Bierduschen eingeschlossen. Es lohnt sich also sich die Spieldaten zu merken und gegebenenfalls auf eine südlich verlaufende Parallelstecke auszuweichen.

    Alles eine Frage der Motivation.

  3. donaufisch 6. Juli 2010 at 17:49 Antworten

    Ich finde es schön, dass die Frau an Deiner Seite sich so viel Mühe mit Dir gibt.

    Als Entschädigung musst Du mit ihr zu einem Spiel von Hertha oder Blau-Weiß ins Olympiastadion und zur Vorbereitung natürlich sämtliche Spielernamen auswendig lernen.

  4. tara91 6. Juli 2010 at 17:53 Antworten

    Huch, welch unerwartete Freude in der Abendstunde !
    Ein Eintrag, ein Eintrag. Im Frieling Blog. Dass ich das noch erleben darf in meinem Alter 😉

    Und dazu noch einer, der mir aus der Seele spricht. Auch wenn man mich am Samstag zum Arsch Gottes ehrenhalber erklärt hat, ich hasse es. Und ganz besonders hasse ich es, dass die immer am 07.07. spielen müssen ! 😉

  5. Rolline 6. Juli 2010 at 18:03 Antworten

    Ach, mir gehts ebenso.
    Stell mir ein Spieler vor die Nase, bestimmt habe ich den schon mal irgendwo gesehen. Aber sein Name???
    Ich kenn nur den Ballack, wegen dem Satz“Wer braucht schon Ballack?“ aber ich weiß auch nicht wie er aussieht.

    Ach ja, dann war da noch ein Andreas Brehme, der ging mit mir in die Grundschule und der war auch mal kurz als Fußballer bekannt. Oh man, da war ich stolz, dass ich den kannte :))

  6. Frieling 6. Juli 2010 at 18:57 Antworten

    Oh weh, auch mein Langzeitgedächtnis ist also bröckelig, dabei wollte ich nur deutlich machen, dass olle Radi nicht für Jugoslawien im Tor stand. Danke jedenfalls für den Hinweis, ich bemühe gleich den Reparaturdienst …

    PS. Jetzt wollte ich dir mit deinem Fußballblog das Wasser abgraben, und schon geht es schief. Mist!

  7. Frieling 6. Juli 2010 at 19:01 Antworten

    Früher hatte ich einen Hund, und da notierte ich mir die Termine aller internationalen Fußballspiele. In den zwei Stunden bin ich dann mit ihm „Gassi“ gegangen, und habe die Ruhe genossen. Zu keiner anderen Zeit war es so still und friedlich auf den Strassen der Stadt.

  8. Frieling 6. Juli 2010 at 19:02 Antworten

    Gnade!

    Magst du vielleicht für mich mit ihr dahin gehen?

  9. Frieling 6. Juli 2010 at 19:04 Antworten

    Es geschehen noch Zeichen und Wunder, Frau Commerzienrätin!

    Eigentlich wollte ich ja schreiben, warum ich eine so lange Blogpause gemacht habe und was mir alles für mehr oder weniger wichtige Gedanken zum Thema gekommen sind. Aber das habe ich alles schon wieder vergessen … weil ich nämlich diese Spielernamen pauken muss!

  10. Frieling 6. Juli 2010 at 19:06 Antworten

    Ich habe mal als Schüler Feldhockey gespielt (aber nicht lange, ich war zu lauffaul), und unsere Damenmannschaft wurde später sogar deutscher Meister. Das hat mich total auch gefreut, und ich war auch stolz, dass ich einige der Damen kannte.

  11. Spieler7 6. Juli 2010 at 19:07 Antworten

    Ich muss dich schon wieder korrigieren, er stand schon für Jugoslawien im Tor, wenn auch nicht bei einer WM: 😉

    http://de.wikipedia.org/wiki/Petar_Radenkovi%C4%87

    P.S.: Isch abe aber gar kein Fußball- Blog… 🙂

  12. Spieler7 6. Juli 2010 at 19:10 Antworten

    Blau-Weiß? Wohl eher Eisern Union!

    http://www.youtube.com/watch?v=TvU8Akgk8YQ

  13. Frieling 6. Juli 2010 at 19:15 Antworten

    Grrrr … ich darf mich eben doch noch nicht zum Thema äussern …

    PS. Ich dachte, Ballfieber.blog.de und Bundesliga.blog.de wären in deiner Hand! 😉

  14. Frieling 6. Juli 2010 at 19:17 Antworten

    Hat Blau-Weiß nicht irgendwas mit Oberhausen zu tun, Herr Turnvater?

  15. Spieler7 6. Juli 2010 at 19:21 Antworten

    :no: Das ist Rot-Weiß…

  16. Frieling 6. Juli 2010 at 19:25 Antworten

    Ich sage ja, es ist eine verwickelte Materie!

  17. Spieler7 6. Juli 2010 at 19:25 Antworten

    Bete einfach die Namen runter, ohne Kommentare. 😉

    Ballfieber und Bundesliga habe ich zwar in der Hand, liegen aber nicht in meinen Händen. ;D

  18. Spieler7 6. Juli 2010 at 19:26 Antworten

    Und verwirrend, mit all den Farben!

  19. Rolline 6. Juli 2010 at 19:28 Antworten

    Ui, dann warst du ja auch schon recht sportlich 😉

  20. Frieling 6. Juli 2010 at 19:28 Antworten

    Hauptsache, sie liegen dir zu Füßen … 😉

  21. Frieling 6. Juli 2010 at 19:29 Antworten

    Genau! Schließlich entstamme ich der Ära des Schwarzweißfernsehens!

  22. Frieling 6. Juli 2010 at 19:31 Antworten

    Nicht wirklich. Als Verteidiger habe ich meistens nur herumgestanden und gewartet, bis ich einen Angreifer mit meinem Hockeyschläger zu Fall bringen konnte …

  23. Spieler7 6. Juli 2010 at 19:32 Antworten

    So wie dir die Damenwelt, so hat ein jeder seine Spezialitäten… ;D

  24. Frieling 6. Juli 2010 at 19:33 Antworten

    Schön wär´s, Herr Gesangsverein! 😉

  25. Spieler7 6. Juli 2010 at 19:36 Antworten

    Schwarz-Weiß Essen?

  26. tara91 6. Juli 2010 at 19:40 Antworten

    ….. ich kenn auch nur die Namen von den Ruhrpott Fußballern. Das reicht, um hier mitzureden 😉

  27. Frieling 6. Juli 2010 at 19:41 Antworten

    Wie sollen die Jungs aus dem Kohlenpott auch anders aussehen … ich war damals für Arminia Bielefeld (ob die in Oetker-T-Shirts liefen?).

  28. Frieling 6. Juli 2010 at 19:42 Antworten

    Da kann ich leider nicht mithalten und bräuchte bei einem Feldversuch deine Assistenz!

  29. tara91 6. Juli 2010 at 19:45 Antworten

    Nach Kräften, mein Lieber werde ich Dich unterstützen…..
    Aber den neuen Neuer kennst Du ja immerhin schon. Datt iss en echter Gelsenkirschener Jung. Mit diesem Wissen kämst Du hier überall durch ….

  30. Frieling 6. Juli 2010 at 19:47 Antworten

    „Neuer vor, noch ein Tor“ kann ich aber bei einem Torwart schlecht rufen!

  31. tara91 6. Juli 2010 at 19:51 Antworten

    Du bist doch der König der Hochlyrik, Dir wird schon was einfallen 😉

  32. tara91 6. Juli 2010 at 19:53 Antworten

    Oberhausen ! Ich blogg Dir gleich das Oberhausen Lied…..

    ( Blau und weiß ist entweder Schalke oder HSV, auf jeden Fall Brittanien 😉 )

  33. Rolline 6. Juli 2010 at 19:55 Antworten

    Na ja, so stehen und aufpassen erfordert ja höchste Konzentration…

  34. Frieling 6. Juli 2010 at 19:58 Antworten

    „teuer“ reimt sich auf Neuer. Das wäre ein hochlyrischr Ansatz …

  35. Frieling 6. Juli 2010 at 20:00 Antworten

    Vor allem, wenn junge Damen am Spielfeldrand zuschauten … 😉

  36. Frieling 6. Juli 2010 at 20:01 Antworten

    Keine Gewalt, Frau Tara! Dies ist ein pazifistischer Blog!

  37. tara91 6. Juli 2010 at 20:01 Antworten

    Feuer auch …..
    Also, siehste woll: Du kriechst datt hin hier…

  38. tara91 6. Juli 2010 at 20:02 Antworten

    und das Oberhausen Lied ein Liebeslied 😉

  39. Frieling 6. Juli 2010 at 20:05 Antworten

    Braucht der Fußballgott mal Feuer
    rufe nach Manuel Neuer!
    #hochlyrik

  40. Frieling 6. Juli 2010 at 20:06 Antworten

    Gut dass ich dieses Kunstwerk nicht kenne …

  41. tara91 6. Juli 2010 at 20:14 Antworten

    ein schicker Tweet, nur für Dich schafft da Abhilfe
    😉

    Ausserdem prophezeit Dir das WM Orakel von Oberhausen baldige Erlösung Deiner Leiden
    http://www.fussball-extreme.de/oktopus-orakel-paul-dfb-elf-spanien/16529

  42. tara91 6. Juli 2010 at 20:15 Antworten

    das will ich jetzt aber auf auch gezwitschert haben :))

  43. Frieling 6. Juli 2010 at 20:25 Antworten

    Dankeschön, Zwitschertier. So schlimm ist der Song ja gar nicht …

    Das sich nie irrende Orakel von Oberhausen hatte ich schon am Nachmittag getwittert. Damit ist die WM entschieden! Brauchen wir morgen nicht mehr gucken … Guter Paul!

  44. tara91 6. Juli 2010 at 20:32 Antworten

    nee, sind die guten alten Missfits. Das ist nur mittelschwere Folter….

    Abgesehen von der Krake orakel ich das aber auch. Als späte Rache für 1974, wo sie mir schon einmal einen 7.7. gründlich versaut haben 😉

  45. donaufisch 6. Juli 2010 at 20:34 Antworten

    Diesen Streß kann ich meinem ebenfalls sehr gealterten Gedächtnis nicht zumuten. Ich bin schon froh, wenn ich jeden Tage die Namen aller Nachbarn und Familienmitglieder noch weiss.

  46. Frieling 6. Juli 2010 at 20:43 Antworten

    Schon verrückt, wie ein Teil der Fans Angst vor einem gefangenen Kraken hat!

  47. Frieling 6. Juli 2010 at 20:44 Antworten

    Whow, ich bewundere dich!

  48. donaufisch 6. Juli 2010 at 20:49 Antworten

    Im Alter wird man genügsam – heißt es. Vielleicht ist das der Anfang.

  49. Frieling 6. Juli 2010 at 20:57 Antworten

    Der Anfang vom Ende des irdischen Seins oder meinst du das Ende aller Laster?

  50. donaufisch 6. Juli 2010 at 20:57 Antworten

    Ich dachte, die Nina Hagen singt nur noch christliche Lieder…

  51. CaptainCook 6. Juli 2010 at 20:58 Antworten

    Find ich auch, guter Beitrag, vor allem weil ich mich damit identifizieren kann.
    Wie ich bei dieser WM schon durch den Wind war, das kann ich dir gar nicht sagen! Ich finde es ja geradezu eine Unverschämtheit im Spiel gegen Serbien Spieler einzusetzen deren Vorname Miroslav ist!

  52. donaufisch 6. Juli 2010 at 21:01 Antworten

    …der Anfang vom Alter, vom irdischen Sein und aller Laster – irgendwie hängt das wohl alles zusammen. Oder nicht?

  53. Frieling 6. Juli 2010 at 21:01 Antworten

    Danke, Captain!

    Denkst du dabei an Miroslav Miskovic, den Balkan-Baron?

  54. Frieling 6. Juli 2010 at 21:02 Antworten

    Leider ja, vergessen wir es lieber schnell …

  55. CaptainCook 6. Juli 2010 at 21:10 Antworten

    Nein, den Klosewicz, oder wars der Schweinsteigomir? Die Csárdásfürstin kanns nicht sein, das war die Marika…

  56. Frieling 6. Juli 2010 at 21:12 Antworten

    … der man unter die vielen Röck´ gucken konnte … 😉

  57. donaufisch 6. Juli 2010 at 21:16 Antworten

    … und reden wieder vom Fußball…

  58. CaptainCook 6. Juli 2010 at 21:16 Antworten

    Meine Güte, bin ich alt, ich habe die guteste hier in München noch gesehen in der Rolle. Damals wusste ich über Fußball übrigens nicht mehr oder weniger als jetzt :))

  59. Frieling 6. Juli 2010 at 21:20 Antworten

    Genau. Wir reden nur über Dinge, die wir vollständig verstehen und verinnerlicht haben.

  60. Frieling 6. Juli 2010 at 21:21 Antworten

    Tröste dich. Ich habe die Dame auch noch live erlebt. Das war vor gefühlten vierhundert Jahren …

  61. CaptainCook 6. Juli 2010 at 21:22 Antworten

    Gefühlt sind es bei mir weniger, aber nur solange ich nicht in den Spiegel schaue :))

  62. Frieling 6. Juli 2010 at 21:25 Antworten

    Spiegel sind eine Erfindung des Teufels! Allerdings nutze ich bisweilen dieses Teufelswerk, um meine Augenringe mit Anti-Aging-Creme abzudecken …
    😉

  63. baltasar 6. Juli 2010 at 21:26 Antworten

    Ole ole ole!

    Es bloggt herum und der Ball läuft rund.

    Schön wieder einmal etwas von dir zu lesen. Mich hält der Fußball vom bloggen ab, dich treibt er ins Blog-Exil. So ist das fein.

    Auf bald,
    baltasar

  64. Frieling 6. Juli 2010 at 21:31 Antworten

    Ich komme aus dem Exil zurückgerollt, mein Lieber!
    Doch ist es bei dir denn besser?

    Herr Baltsar
    der macht sich rar

    #hochlyrik

  65. Rolline 6. Juli 2010 at 21:32 Antworten

    Oh ja, das ist natürlich noch schwerer… :))

  66. CaptainCook 6. Juli 2010 at 21:33 Antworten

    Wie ich neulich schon mal anmerkte, gut aussehen ist ja nur was für Leute die nicht mit Photoshop umgehen können …

  67. Frieling 6. Juli 2010 at 21:34 Antworten

    Sollten in solchen Situationen Tore fallen, sind die selbstverständlich sofort ungültig …
    😉

  68. Frieling 6. Juli 2010 at 21:36 Antworten

    Das ist wortwörtlich eine ungeschminkte Wahrheit!

  69. CaptainCook 6. Juli 2010 at 21:42 Antworten

    Diese Wahrheit, daß die sich ungeschminkt auf die Straße traut…?

  70. Frieling 6. Juli 2010 at 21:44 Antworten

    Icch meine deine Anmerkung, dass gutes Aussehen nur was für Leute ist, die nicht mit Photoshop umgehen können …

  71. Rolline 6. Juli 2010 at 21:48 Antworten

    Ja klar, das ist doch ein grobes Foul. Oder war das jetzt Abseits?

  72. CaptainCook 6. Juli 2010 at 21:49 Antworten

    Ja ja, aber ich wundere mich immer noch über die Wahrheit, also ich geh ohne getönte Tagescreme nicht raus :))

    (frag mich mal wie gut ich in den wenigen Jahren mit Photoshop geworden bin?)

  73. Frieling 6. Juli 2010 at 21:54 Antworten

    Auf jeden Fall rote Karte! Die hilft immer.

  74. Frieling 6. Juli 2010 at 21:56 Antworten

    Du musst nicht mit ihr rausgehen, du musst sie auftragen …

    😉

    *duck weg*

  75. CaptainCook 6. Juli 2010 at 22:10 Antworten

    Mensch, das muß einem ja erstmal gesagt werden :))
    Haben diese Cremes eigentlich ein Verfallsdatum? Ich schlepp die schon seit 7 Jahren mit mir herum!

  76. Frieling 6. Juli 2010 at 22:13 Antworten

    Klar haben die ein Verfallsdatum! Aber unseres ist früher …

  77. Rolline 6. Juli 2010 at 22:14 Antworten

    Für den, der das Tor geschossen hat? Oder für die Mädels?

  78. CaptainCook 6. Juli 2010 at 22:16 Antworten

    Meinste? Wo wir uns doch so gut halten…

    *klick, weichzeicher aktiviere*

  79. stadtpomeranze 7. Juli 2010 at 00:37 Antworten

    Haha, ganz so wie der mir Angetraute, der heute tatsächlicher lieber in einem Katalog blätterte, als, wie es sich gehört, „unseren“ Finalgegner en detail zu studieren, wie ich es begeistert und ohne jede Mühe tat. Es blieb sogar Zeit, die Flagge zu schwenken, damit sie auch ihr tägliches Quantum an Training bekommt. Und wenn ihr nicht noch bis zum Sonntag einen Zahn zulegt in Sachen Auswendiglernen, dann müsst ihr nächstes Jahr die Namen der Damen-Nationalelf zügig aufsagen können, inklusive Haarfarben/Frisuren/Schuhgrößen sowie allen Auswechselspielerinnen.

  80. Frieling 7. Juli 2010 at 07:30 Antworten

    Ha, das hättest du wohl gern! Ich glaube an das Tintenfisch-Orakel, und dann hat es sich ausgelernt.

    PS. Grüß den Gatten von mir 😉

  81. Frieling 7. Juli 2010 at 07:31 Antworten

    Für den Schützen natürlich. Die Mädels können doch nichts dafür, dass sie gut aussehen.
    😉

  82. Rolline 7. Juli 2010 at 08:19 Antworten

    Vielleicht sind sie ja geschminkt

  83. Frieling 7. Juli 2010 at 08:23 Antworten

    Das merken Männer nicht … 😉

  84. stadtpomeranze 7. Juli 2010 at 08:50 Antworten

    Das Orakel wurde bestochen.

    Genosse grüsst retour.

  85. Frieling 7. Juli 2010 at 09:01 Antworten

    Das Orakel ist unbestechlich (aber käuflich) 😉

  86. Spieler7 7. Juli 2010 at 17:06 Antworten

    Seidensticker vielleicht? 😉

  87. Frieling 7. Juli 2010 at 17:07 Antworten

    eher in Puddinguniformen 😉

  88. Spieler7 7. Juli 2010 at 17:08 Antworten

    Ist ja schon ein paar Jährchen her…

  89. Spieler7 7. Juli 2010 at 17:14 Antworten

    So haben sie auch gespielt…:))

  90. Frieling 7. Juli 2010 at 17:39 Antworten

    Was erwartest du von einer Mannschaft aus Bielefake?

  91. Spieler7 7. Juli 2010 at 21:25 Antworten

    Unsichtbarkeit! 😉

  92. Manulan 8. Juli 2010 at 13:59 Antworten

    Dann kann „Fußballwissen“ also doch seine positiven Seiten haben.

  93. stadtpomeranze 8. Juli 2010 at 22:54 Antworten

    „Ich glaube an das Tintenfisch-Orakel, und dann hat es sich ausgelernt.“ – Glückwunsch, damit liegst du seit Mittwoch goldrichtig. Was könnten wir an Blut, Schweiß und Tränen (und erst an Spielergehältern) einsparen, wenn alle Welt einfach nur glauben würde :((.

  94. Frieling 9. Juli 2010 at 08:47 Antworten

    Wir sollten künftig Tintenfische gegeneinander spielen lassen. Das würde Geld, Schweiß und Tränen sparen, und es würde absolut gerecht zugehen!

  95. gummibaer007 9. Juli 2010 at 10:08 Antworten

    Lahm wars ja nicht uuuunbedingt , aber man hat die VOLLEN HOSEN förmlich riechen können ….
    🙂

  96. Frieling 9. Juli 2010 at 11:04 Antworten

    Kann man die Duftdüse bei deinem Fernsehgerät nicht abstellen?

  97. Frieling 9. Juli 2010 at 11:07 Antworten

    Unbedingt, zumal man dabei auch tolle Mädels (mit Hund) kennenlernen konnte, die eben nicht fußballfanatisch waren.
    😉

  98. Manulan 10. Juli 2010 at 14:54 Antworten

    Das hat sich zwischenzeitlich geändert. Wesentlich mehr Frauen besuchen Fußballspiele (die sehen so etwas als Event). Ich sehe das als einen Irrweg der (sonst von mir befürwortetn) Emanzipation.

  99. Frieling 10. Juli 2010 at 15:57 Antworten

    Mittlerweile wird derart viel zum „Event“ hochstilisiert, dass die wirklich tollen Veranstaltungen und Ereignisse untergehen.

  100. Manulan 10. Juli 2010 at 16:02 Antworten

    Das weißt du als Berliner sicher besser als ich. Jedenfalls gibt es die Freundinnen, die einem einen blau-weißen Schal strickten, ansonsten aber lieber zu Hause blieben nicht mehr. Schade.

  101. Frieling 10. Juli 2010 at 16:09 Antworten

    Solch eine Freundin hatte ich noch nicht …

    Was die Events angeht, bekomme ich immer einen Lachanfall, wenn ich die Damen im kleinen Schwarzen zur Waldbühne pilgern sehe, um dort mit Kaviar und „Sektchen“ die Gassenhauer der Oper mitzusummen.

  102. Manulan 10. Juli 2010 at 16:13 Antworten

    Kann ja noch werden. Gerade in Jugend und Alter bedürfen wir der liebevollen Fürsorge.

  103. Frieling 10. Juli 2010 at 18:49 Antworten

    Danke, Konfuzius!

  104. Manulan 11. Juli 2010 at 09:37 Antworten

    Über den weiß ich kaum etwas. Hat er sich mit dieser Thematik befasst? Tante wiki hat mir verraten, das er ein Denkmal in Berlin hat.

  105. gummibaer007 20. Juli 2010 at 14:24 Antworten

    Zu spääät…..
    🙂

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