facebook
linkedin
tumblr
twitter
youtube
email
pinterest
  • Home
  • Aktuell
  • Bücher
  • Bilder
  • Wunder
  • Radio
  • TV
  • Stiftung
  • Schlaraffen
  • Bibliothek
  • Kontakt

Gänsehaut: Eric Whitacres Virtual Choir 2.0

April 10, 2011
by Ruprecht Frieling
Chor, Chormusik, Eric Whitacre, Gesang, Virtual Choir
8 Comments
Bitte verbreite diesen Beitrag!
Bildschirmfoto 2019 12 29 um 23.28.29

2.052 Sängern aus 58 Ländern taten sich über YouTube zusammen, um Eric Whitacres Komposition vorzutragen

Am 8. April 2011 erlebte Eric Whitacres Virtual Choir 2.0 seine glanzvolle Premiere im Internet. Nach Aufrufen und genauen Anleitungen bei YouTube wurden Videos von insgesamt 2.052 Sängern aus 58 Ländern zusammengeschnitten. So entstand ein faszinierendes Musikerlebnis mit Gänsehauteffekt.

„»Sleep“« heißt das Stück, das in der Vorstellung des Komponisten den Gedanken verkörpert, dass die gesamte Welt in aller Unterschiedlichkeit sich in einer Stimme verständigen und äußern kann: in der Sprache der Musik.

Indem er 2.052 Sänger aus 58 Ländern dazu motivierte, seine Komposition »Sleep« online zu singen, schuf Eric Whitacre den größten virtuellen Chor der Welt.


Eric Whitacre’s Virtual Choir – »Lux Aurumque«

Der 1970 in Reno, Nevada, geborene Eric Whitacre gilt als einer der bedeutendsten zeitgenössischen Komponisten und Dirigenten. Er wurde vor allem durch hymnische Choräle berühmt und mag als Rockstar der Chormusik bezeichnet werden.

Die Besonderheit von Whitacres Kompositionsstil besteht in der Nutzung pan-diatonischer Akkorde, die beispielsweise aus dem Werk Igor Strawinskys bekannt sind. In der Fachwelt werden diese Zusammenklänge als „Whitacre-Akkorde“ bezeichnet. Es geht dem Künstler dabei wesentlich darum, sphärische Klänge zu erzeugen, die weitgehend aus Noten der weißen Klaviertasten zusammengesetzt sind.

Eric Whitacre: Musik aus anderen Sphären

Eric Whitacre

John Whitacre

Whitacres Kompositionen klingen wie eine Mischung aus gregorianischen Gesängen, Klängen von Wind und Wasser und Geräuschen des Reibens von Himmelskörpern. Es sind kosmische Klanganmutungen, Choräle aus anderen Dimensionen: eine Musik aus fernen Welten, uns ebenso nah wie fremd und fern. Gesungen wird im Legato – lang gezogen ohne Atempause und Unterbrechung, wobei die Stimmen vielfach gefächert und gespreizt werden.

Der Tonkünstler verknüpft mit seiner Musik das Anliegen, die Welt im wahrsten Sinne des Wortes zum Singen zu bringen. Dazu nutzt er die phantastischen Möglichkeiten des Internets, speziell der Plattform YouTube. Als er eines Tages auf dem Internet-Videoportal ein Mädchen traf, das einen seiner Songs vortrug, fühlte er sich zu einem Experiment inspiriert. Er stellte sich vor, viele dieser Stimmen zu vereinen, sie digital zusammenzustellen, um daraus ein großes Ganzes zu machen. Whitacre schuf den Gedanken eines virtuellen Chores (= virtual choir), der sich aus Aufnahmen vieler einzelner Stimmen zusammensetzt und auf diese Weise zum qualitativ neuen Klangkunstwerk wird.

Chorsänger über YouTube gesucht

Über verschiedene Internetgemeinden wie YouTube, Facebook und Twitter rief der Komponist Musikbegeisterte dazu auf, eine seiner Kompositionen nach seinen Vorgaben mit einer Webcam live aufzunehmen und einzusenden. Er veröffentlichte dazu Filme mit genauen Anweisungen und Erläuterungen, und es wurden natürlich auch Notensätze für die einzelnen Stimmlagen online gestellt. Im Ergebnis erhielt der Tonschöpfer aus aller Welt Einspielungen. Jung und Alt waren von der Idee begeistert und machten mit. Während des Prozesses der Aufnahme kommunizierten die Teilnehmer über die Plattform Facebook miteinander. Mit erheblichem Aufwand wurden die einzelnen Videos dann am Rechner zusammengesetzt.

2.052 Sänger aus 58 Ländern schaffen Gänsehauteffekt

Wesentliches Problem des Zusammenschnitts waren nicht nur die Beseitigung störender Nebengeräusche wie jammernde Babys und schreiende Mütter, die aus dem Hintergrund mancher Aufnahme tönten. Die größte Herausforderung lag in der Synchronisation der Stimmen. Dies war nur möglich, weil jede einzelne Aufzeichnung einem Signalton folgte, der wiederum zum späteren Zusammenschnitt diente.

Am 8. April 2011 erlebte dann Virtual Choir 2.0 seine glanzvolle Premiere: Videos von insgesamt 2.052 Sänger aus 58 Ländern wurden zusammengeschnitten und es entstand ein faszinierendes Musikerlebnis mit Gänsehauteffekt. „Sleep“ heißt das Stück, das in der Vorstellung des Komponisten den Gedanken verkörpert, dass die gesamte Welt in aller Unterschiedlichkeit sich in einer Stimme verständigen und äußern kann: in der Sprache der Musik.

Virtual Choir: Meilenstein der Musikgeschichte

Der gesamte kreative Prozess der Entwicklung des Virtual Choir 2.0 wird von Whitacre als Meilenstein der Musikgeschichte angesehen. Der Komponist ist überzeugt, dass seine Arbeit der jungen Generation klassische Musik auf neue Art nahebringen und sie einbeziehen kann: „Ich hatte immer das Gefühl, dass die digitale Revolution eine fantastische Angelegenheit für Musikfans ist“, sagt der Komponist, „sowohl für Zuhörer wie für Teilnehmer.“


Eric Whitacre’s Virtual Choir 2.0, »Sleep«

Bitte verbreite diesen Beitrag!
Über den Verfasser
Ruprecht Frieling aka Prinz Rupi schreibt seit einem halben Jahrhundert Bücher und schwimmt dabei vergnügt gegen den Strom.
8 Comments
  1. Pitti-Platsch 12. April 2011 at 11:05 Antworten

    Ein Augen- und Ohrenschmaus! 🙂

  2. Frieling 12. April 2011 at 12:25 Antworten

    Freut mich, dass es Dir gefällt!

    PS. Läuft das Teil bei Dir auch so ruckelig?

  3. Pitti-Platsch 12. April 2011 at 12:53 Antworten

    Leider ja, deshalb hab ich es mir bei http://www.virtualchoir.de direkt angesehen.

  4. Frieling 12. April 2011 at 13:01 Antworten

    Das ist der optimale Link. Die Seite wurde eigens installiert, um die GEMA-Blockade bei YouTube zu umgehen. In Deutschland braucht alles seine eigenen Wege …

  5. gummibaer007 13. April 2011 at 05:30 Antworten

    Wahnsinn !
    So muss „Globalisierung“ aussehen…
    🙂
    ( Das erinnert mich an „alte Zeiten“ , seuuffzz…. )

  6. Frieling 13. April 2011 at 06:58 Antworten

    Postmoderner Rock´n´Roll!

  7. gummibaer007 22. April 2011 at 09:51 Antworten

    Vielleicht sollte ich auch mal wieder mein Stimmchen ölen….
    🙂

  8. estefania 26. April 2011 at 08:14 Antworten

    wow, dass ist wirklich ein gänsehauteffekt. würde ich zu gerne sehen.

Bitte sag deine Meinung und schreib einen Kommentar Antwort abbrechen

*
*

Durchsuche meinen Blog:



Newsletter gratis!

Klicken und bestellen


Die jüngsten Blogeinträge:

  • Die Welt ist bunt – Jim Avignon in Leuna
  • »Der Ritt auf dem Oktopus« ist erschienen
  • Prinz Rupi im Literaturradio: »Folge deinem Stern«
  • Wer sich nicht bewegt, verschwindet
  • Make Love with Bollerwagen: Prinz Rupi auf Himmelfahrt
  • Das Heiligtum der Schlaraffen: der Ahalla-Schrein
  • Ein Theremini für Stummfilmpianist Graf Bothmer
  • Der visionäre Redakteur – Porträt des Chefredakteurs der Schlaraffen-Zeitung
  • Ritter von der Rolandnadel – die Schlaraffen erstmals öffentlich
  • Wie Angst lenkt – und warum sie ein gefährliches Machtinstrument ist
  • Der Uhu – Symbol der Weisheit, Hüter des Geistes, Bruder im Scherz
  • Neues Buch von Prinz Rupi – »Chaos, Karma, Katastrophen«
  • Der Karajan vom Schillerplatz – eine persönliche Leseempfehlung
  • Mama Lauda im Heustadel – Hochzeit im Idyll
  • Der lachende Uhu – ein schlaraffischer Lyrik-Wettbewerb
  • Sippenhaft 2.0 – Die moralische Verurteilung durch Nähe
  • Verlernen wir das Lesen?
  • Leipziger Buchmesse 2025: TikTok, Tüll und Tausende Teilnehmer
  • Wie man einen alten Ochsen in Gang bringt. Eine Allegorie
  • Was ist Erfolg? Oder: Scheitern als kreativer Prozess
  • Bleib dir selbst treu!
  • Gedicht-Wettbewerb »Der lachende Uhu«
  • Buchrevolution 2025: Selfpublishing im Turbomodus – Wie KI den Markt überschwemmt
  • Ein Leben für die Kultur: Zum Abschied von Manfred Eichel
  • Zyn – die moderne Sucht
  • Fesselnde Porträts: Prinz Rupis »Der Karajan vom Schillerplatz«
  • Lesekultur im Wandel: Überlebt das Buch?
  • Lexika im digitalen Zeitalter: Warum gedrucktes Wissen unersetzlich bleibt
  • Die Weisheit des Hofnarren oder: Die Last der Sorgen
  • Prinz Rupi liest Groteske von Hermann Harry Schmitz
  • Abschied mit Wehmut: Clown-Museum Leipzig schließt
  • Abschied von John Mayall: Der Vater des britischen Blues
  • Teuflisches Opern-Spektakel: »Der Freischütz« in Bregenz
  • Spektakulär: Steampunk Meißen 2024
  • Kunst trifft Natur: Prinz Rupis Meisterwerke im Rosengarten Forst
  • Schreiben bleibt die schönste Nebensache der Welt …
  • Girl from Tokyo – ein Prompt im Vergleich
  • Warum wir essen, wie wir essen: Eine Reise in die Vergangenheit
  • BoD vs. KDP/Amazon: Über Leistungsversprechen und »Compliance«
  • Ein Jahrhundert Franz Kafka: Die zeitlose Relevanz eines literarischen Genies
  • Ich habe einen Joint gedreht – was nun? Ein Ratgeber für Kiffer
  • Leipzig im WGT-Fieber: Das Festival der Schwarzen Szene
  • Die Geschichte vom Zeitvertreib und der verlorenen Stunde
  • HILFE: Mein Hund hat AD(H)S!
  • Der Nussknacker-Modus
  • Für alle Freunde des Western: »Das Grenzerbuch«
  • Neuerscheinung: »Die Schöpfung« von Prinz Rupi
  • Siegfried Sack † – Der sakrale Bildhauer
  • Lutz Görner ist tot. Ein Abschied
  • Möhrenmassaker im Osterland
  • Leipziger Buchmesse zwischen Tradition und Trend
  • Fotograf Jürgen Henschel: Der Mann mit der Leiter
  • Prinz Rupi im Jahr des Drachen
  • Wenn schwarze Schweine träumen
  • Der Mythos von der Unentbehrlichkeit
  • Tausche Zement gegen Hemingway
  • Unsere Zukunft ist in Gefahr. Prinz Rupi sagt NEIN!
  • Prinz Rupi spricht Friedrich Nietzsche: »Vereinsamt«
  • KRISENMODUS – Wort des Jahres 2023
  • PISA-STUDIE: Brauchen wir überhaupt noch Schulen?
  • Leinwand-Lyriker RALPH TURNHEIM rockt den Stummfilm
  • CHRISTIAN MORGENSTERN: Die unmögliche Tatsache
  • Fünf Lehren über das Geld aus »DER KLEINE PRINZ«
  • Dunkel war’s, der Mond schien helle
  • Sprachverwirrung Deluxe: Wenn DIKTATSOFTWARE zum Dichter mutiert
  • Dampf & Design: Werdau im STEAMPUNK-Fieber
  • Literarisches Comeback: „DER BÜCHERPRINZ“ auf der Frankfurter Buchmesse
  • JOHN McLAUGHLIN – Legende des Fusion
  • BUCHBERLIN 2023 im Bild: Ein Fest für Buchliebhaber
  • Oper EUGEN ONEGIN in Barcelona
  • CHRIS FARLOWE und Colosseum: Auftritt der alten Meister
  • Mit Zahnrad, Zylinder und Magie: STEAMPUNK im sächsischen Freital
  • NEW HEALING FESTIVAL: ein Fest der Sinne
  • Schönheit hat ihren Preis
  • Prinz Rupis »Ring des Nibelungen«: Keine Sekunde Langeweile
  • Mampe zeigt 100 KI-BILDER zum Thema Elefanten
  • Mit Zahnrad und Zylinder: Meißen taucht in STEAMPUNK ein
  • Prinz Rupi lässt bei Mampe 100 ELEFANTEN fliegen
  • Hitze, Haut und Humor: Ein morbides Sommerabenteuer
  • Prinz Rupi zeigt Steampunk-Kunst in Meißen
  • Frisch auf die Ohren: Gratis-Hörbücher vom »Roboter Archimedes«
  • John Lennons »Yellow Submarine« jetzt im Lügenmuseum
  • »Angriff der Killerkekse«: Sarkasmus und schwarzer Humor treffen auf Alltagssituationen
  • »Stress im Cyberspace«: Prinz Rupis sarkastischer Blick auf die digitale Welt
  • Interview mit NAPOLEON BONAPARTE: »Die Feder ist mächtiger als das Schwert«
  • Patricia Strunk: Anwältin wird Fantasy-Autorin
  • PUPSALOT IST DA!
  • Ist Text-Ki ein stochastischer Papagei?
  • Clemens Brentano: Alliteration als Stilmittel
  • Orgelmusik trifft KI-Bildersymphonie
  • Uwe Kullnick: »Prinz Rupi ist der kreativste Mensch, den ich persönlich kenne«
  • Martin Regenbrecht: Büchermachen ist ein Vergnügen
  • Das liebestolle Krokodil – Eine KI-Groteske
  • Was ist Künstliche Intelligenz? – Die KI antwortet im Interview
  • Helmut Rosenthal – Der Lionel Hampton von Hermsdorf
  • Sensationsfund in Sachen OTTO BÖGEHOLZ
  • Die Legende vom Schlaraffenland
  • Chris Farlowe: Eine lebende Legende des Blues
  • Ki für Einsteiger: Der Tanz ums goldene Kalb
Sämtliche Texte und Abbildungen sind urheberrechtlich geschützt. Missbrauch wird anwaltlich verfolgt. © Ruprecht Frieling aka Prinz Rupi, Berlin
IMPRESSUM / DATENSCHUTZ / KONTAKT
Cookie-Zustimmung verwalten
Um dir ein optimales Erlebnis zu bieten, verwenden wir Technologien wie Cookies, um Geräteinformationen zu speichern und/oder darauf zuzugreifen. Wenn du diesen Technologien zustimmst, können wir Daten wie das Surfverhalten oder eindeutige IDs auf dieser Website verarbeiten. Wenn du deine Zustimmung nicht erteilst oder zurückziehst, können bestimmte Merkmale und Funktionen beeinträchtigt werden.
Funktional Immer aktiv
Die technische Speicherung oder der Zugang ist unbedingt erforderlich für den rechtmäßigen Zweck, die Nutzung eines bestimmten Dienstes zu ermöglichen, der vom Teilnehmer oder Nutzer ausdrücklich gewünscht wird, oder für den alleinigen Zweck, die Übertragung einer Nachricht über ein elektronisches Kommunikationsnetz durchzuführen.
Vorlieben
Die technische Speicherung oder der Zugriff ist für den rechtmäßigen Zweck der Speicherung von Präferenzen erforderlich, die nicht vom Abonnenten oder Benutzer angefordert wurden.
Statistiken
Die technische Speicherung oder der Zugriff, der ausschließlich zu statistischen Zwecken erfolgt. Die technische Speicherung oder der Zugriff, der ausschließlich zu anonymen statistischen Zwecken verwendet wird. Ohne eine Vorladung, die freiwillige Zustimmung deines Internetdienstanbieters oder zusätzliche Aufzeichnungen von Dritten können die zu diesem Zweck gespeicherten oder abgerufenen Informationen allein in der Regel nicht dazu verwendet werden, dich zu identifizieren.
Marketing
Die technische Speicherung oder der Zugriff ist erforderlich, um Nutzerprofile zu erstellen, um Werbung zu versenden oder um den Nutzer auf einer Website oder über mehrere Websites hinweg zu ähnlichen Marketingzwecken zu verfolgen.
  • Optionen verwalten
  • Dienste verwalten
  • Verwalten von {vendor_count}-Lieferanten
  • Lese mehr über diese Zwecke
Einstellungen ansehen
  • {title}
  • {title}
  • {title}